Rezension: Die Bestimmung





Die Bestimmung

Originaltitel: Divergent
Autor: Veronica Roth

Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: März 2012
Gebundene Ausgabe mit 480 Seiten

ISBN: 978-3-570-16131-9
Preis: 17,99 €
Empfehlung: ab 14 Jahren

Teil einer Reihe: Ja
1. Die Bestimmung
2.
3.


Info: Die Bestimmung ist der erste Teil einer Trilogie.

Kurzbeschreibung: Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …

Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft. ´Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Gestaltung: Es gefällt mir, dass das amerikanische Cover kaum verändert wurde. Es zeigt das Zeichen der Ferox, die Fraktion, der Beatrice beitreten wird.

Inhalt: Beatrice weiß, dass sie nicht zu den Altruan gehört und genau das zeigt auch ihr Testergebnis, denn sie ist eine Unbestimmte. Sie entscheidet sich für die Ferox und ist von nun an Tris, die Mutige. Aber bis sie als vollwertiges Mitglied der Ferox anerkannt wird, muss sie und die anderen Anwärter einige Aufgaben bestehen.

Meinung: Liest man den Klappentext weiß man eigentlich gar nicht um was es geht und worauf man sich einlässt. Den Anfang fand ich noch recht langweilig, sobald Tris in ihrer neuen Fraktion ist, konnte ich das Buch beinahe nicht mehr aus der Hand legen. Es passiert wahnsinnig viel, bringt aber die Handlung selbst nur wenig voran. Erst nach 3/4 des Buchs sind die Aufgaben geschafft und Tris ist ein vollwertiges Mitglied. Was aber nicht heißen soll, dass diese Aufgaben langweilig sind. Zu keiner Zeit war mir langweilig, die Spannung wurde immer aufrecht erhalten. Das Buch, die Autorin, die Protagonisten, einfach alles wurde mit jeder Seite interesanter. Ich war immer unendlich froh sobald ich endlich weiter lesen konnte.

>> Wenn jeder Kampf bei den Ferox damit endet, dass nur einer auf den Beinen bleibt, dann weiß ich nicht, wie es mir bei den Initianten ergehen wird. Werde ich wie Al dastehen, mich über einen Menschen beugen, wissend, dass ich es war, die ihn niedergeschlagen hat, oder werde ich wie Will als hilfloses Häufchen Elend enden ? Und ist es selbstsüchtig von mir, wenn ich unbedingt siegen will, oder ist es tapfer ? Ich wische meine schweißnassen Hände an meiner Hose ab.<< S. 99
Frau Roth wählt ihre Worte genau aus und weiß, wann Beschreibungen sinnvoll sind und wann nicht. Meistens bringt sie alles schnell auf den Punkt ohne viel Drumherum. Sie hat einen temporeichen Schreibstil, sodass ich das Buch gar nicht schnell genug lesen konnte. Allerdings kommen einige sehr brutale Szenen vor, die ich nicht unbedingt für 14-jährige empfehlen würde. Auch Zartbesaitete könnte die Brutalität abschrecken. Sie lässt und mit einigen offenen Fragen zurück und einem Cliffhanger, der es in sich hat. Meine Neugier auf Band 2 wurde erfolgreich geweckt. Nachdem die letzte Seite gelesen war, klappte ich wieder auf Kapitel 1 und begann von vorne. Und das nur, weil Die Bestimmung eine der besten Dystopien ist, die ich je gelesen habe.

Tris ist eine unglaublich symphatische Protagonistin. Anfangs ist sie schüchtern, ängstlich und weiß nicht wie sie sich verhalten soll. Aber sie entwickelt sich weiter, langsam aber stetig. Die Autorin hat das perfekte Maß gefunden, sonst würde Tris unglaubwürdig wirken. Auch ihre Gefühle für ihn (Wer, müsst ihr selbst heraus finden ;)) entwickeln sich erst langsam. Dieses "Feuer und Flamme beim ersten Treffen" finde ich einfach nur unglaublich unglaubwürdig und wäre es in diesem Buch vorgekommen, hätte es mich doch schwer enttäuscht. Tris und ihre Mitstreiter sind detailreich beschrieben, sehr authentisch und überraschen den Leser immer wieder aufs Neue.


Fazit: Veronica Roths Debutroman ist spitzenklasse, er hebt sich von den anderen Dystopieromanen ab und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Schon im Vorfeld hörte man nur Gutes über den Roman und wird sicher nicht enttäuscht werden. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

1 Kommentar:

  1. Schöne Rezi! Ich habe das Buch auch vor kurzem gelesen und war genauso begeistert wie du! :)
    Übrigens habe ich gerade deinen Blog entdeckt und bin Leserin geworden, weil es mir hier so gut gefällt :D
    Ich würde mich sehr freuen, wenn du auch mal bei mir vorbei schaust:
    http://meine-lesewelt.blogspot.com/
    Liebe Grüße, Selina

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