Rezension: Ashes - Brennendes Herz

Ashes - Brennendes Herz

Originaltitel: Ashes
Autor: Ilsa J ick

Verlag : Egmont Ink
Erscheinungsdatum: August 2011
Gebunde Ausgabe mit 502 Seiten

ISBN: 978-3863960056
Preis: 19,99 €
Empfehlung: ab 14 Jahren

Teil einer Reihe: Ja
1. Brennendes Herz
2. Tödliche Schatten (August 2012)
3.

Leseprobe von amazon

Kurzbeschreibung: Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden, komme, was wolle.

Cover mit Gesichtern gefallen mir selten und nur wenn das Mädchen auch zur Protagonistin passt und das ist hier ganz sicher nicht der Fall, denn Alex hat rotes Haar und das Covermädchen eine schwarze Haarpracht. Ansonsten gefällt mir der Schutzumschlag sehr gut, das Blau hebt die düstere Stimmung im Buch hervor. Das Buch selbst, ohne den Schutzumschlag mit Mädchengesicht, gefällt mir sogar noch besser. Ich habe für euch ein Bild gemacht, welches ihr hier im Post sehen könnt. Ich liebe die Farben und Formen der Zeichnung und finde es schade, dass der Schutzumschlag zwar das gleich Design hat, aber das Gesicht darauf stört mich.

Inhalt: Alex hat mit ihren 17 Jahren schon viel erlebt der Tod ihrer Eltern war der Anfang und ihr eigener Tod wartet nur darauf, sie zu holen, denn ihr Hirntumor breitet sich immer mehr aus und Medikamte helfen schon lange nicht mehr. Mit  vielen Gedanken und der Waffe ihres Vaters unternimmt sie eine Wanderung im Waucamaw-Naturschutzgebiet in Michigan. Sie trifft auf Jack und Ellie und kurz darauf geschieht die Katastrophe. Es ist eine Art Druckwelle,  Jack ist sofort tot. Alex kümmert sich um Ellie, aber schon bald finden sie heraus, dass die Druckwelle noch viel schlimmere Folgen hat. Alex und Ellie leben nun in einer Welt in der durchgeknallte, jugendliche Kannibalen leben, aber auch Menschen, die nur Schlechtes im Sinn haben. Erst wird Ellie entführt und schließlich Tom schwer verwundet. Als Alex mit Hilfe zurückkehrt ist Tom verschwunden und sie muss nun einen Platz in der Welt finden, ohne Tom und ohne Ellie.

Meinung: Eigentlich wollte ich das Buch nur schnell anlesen, aber plötzlich war es 9 Uhr und ich auf Seite 250. Ein Plus für das Buch, welches mich gleich fesseln konnte. Manchmal geht es sehr blutrünstig  zu, besonders dann, wenn die Jugendlichen angreifen und das ist sicher nichts für schwache Gemüter. Ilsa J. Bick beschreibt auch diese Szenen sehr ausführlich und erschreckend. Sie hat einen sehr mitreißenden, anspruchsvollen Schreibstil, der mir außerordentlich gut gefiel und an manchen Stellen sogar Angst machen konnte. Der Plot spielt in unserer Zeit, nicht 100 Jahre in der Zukunft und wird dadurch noch realistischer.  Die Dialoge und Handlungen der Protagonisten waren nicht absurd, wie es manchmal in Büchern ankommt, sondern waren nachvollziehbar und verständlich

Alex ist durch ihre Erfahrungen eine sehr starke Persönlichkeit, die im Laufe des Buchs wächst und lernt. Sie ist keine typische, naive Siebzehnjährige, die ihr Leben noch vor sich hat, sondern ein, von Tod und Krankheit gezeichnes, Mädchen, das bald sterben muss. Alex hat nichts mehr zu verlieren, aber Ellie gibt ihr Halt und umgekehrt ist es genauso. Schon zu Beginn der ersten Seiten war sie mir sehr symphatisch und das hat sich nicht geändert. Ellie dagegen ist ein rotzfreches kleines Mädchen, mit Ipod und viel Erfahrung mit Tod und Trauer. Ich habe sie mit gemischten Gefühlen betrachtet. Einerseits Mitgefühl und andererseits Wut. Sie muss noch mit einem fremden Mädchen zurecht kommen, welches sie 5 Minuten kannte und das war sicher eine schwere Situation für beide. Wahrscheinlich hätte ich in ihrem Alter und der Situation gleich gehandelt. Aber auch sie macht eine große Veränderung durch, ihre Welt ist aus den Fugen geraten, aber Alex und Tom geben ihr Liebe, Hoffnung und Geborgenheit. Bleiben wir bei Tom, er rettet Alex und Ellie vor Jim, seinem Freund, indem er ihn erschießt. Er ist ein sehr starker Character, war stationiert in Afghanistan und hat somit, wie Alex und Ellie, schon viel erlebt. Er und Alex verlieben sich ineinander, sehr langsam und ohne, dass sie die Situation richtig begreifen. Eine "Liebe-auf-den-ersten-Blick" Romanze hätte das Buch, für mich, weniger anspruchsvoll gemacht. Wie ihr sehr, die Personen haben mir allesamt gefallen, sie waren gut und anschaulich beschrieben. Jeder von den Dreien hatt eine eigene Geschichte, die es zu erzählen gab und vielleicht ein paar Geheimnisse, die es in den Folgebänden noch zu entdecken gibt.

Die Geschichte ist in vier goßen Kapitel und 69 kleinen Abschnitten erzählt. Obwohl einiges passiert kommt die eigentliche Handlung, die Suche nach Zivilisation und der Wahrheit, nicht viel voran. Der Stoff für weitere Bücher ist somit gesichert. Spannend bleibt es trotzdem, die Suche nach Antworten ist besonders wichtig, es werden Vermutungen zu EMP`s, Hormonstörungen und besonderen Gaben gemacht, aber richtige Antworten gibt es keine. Vorhersehbar ist die Handlung keinesfalls, den Leser erwarten Überraschungen ohne Ende und das Ende selbst hät die größe Überraschung und auch einen Cliffhanger bereit. Ich kann es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen, der ungefähr ein Jahr nach diesem Buch erscheinen soll. (September 2012, so weit ich weiß)

Jedoch habe ich kleine Kritikpunkte, die mich stark störten. Die Dreiecksgeschiche zwischen Alex, Tom und Chris. Ein gutes Buch sollte auch ohne solche Verwirrungen auskommen und hier war die Geschichte einfach nur unnötig. Zudem finde ich, dass der Klappentext ein falsches Bild vermittelt. Ellie wird mit keinem Wort erwähnt, obwohl sie eine größere Rolle spielt und die Suche nach Tom scheint einen großen Teil der Handlung auszumachen, dabei verschwindet dieser erst nach der Hälfte des Buchs und gesucht wird kaum.
Alex denkt sehr oft an ihr Monster, den Hirntumor, alle paar Kapitel ist davon die Rede. Vielleicht spielt das in den weiteren Bänden eine wichtige Rolle, aber hier fand ich es recht unnötig und eintönig, denn die Gedanken waren meist die gleichen. Gegen Ende des Buchs, Tom und Ellie sind schon nicht mehr da, verliert die Geschichte an Spannung und Alex für kurze Zeit ihren Überlebenswillen. Der Verlust von Ellie und Tom macht ihr schwer zu schaffen und damit ist die Zeit zu rechtfertigen, aber der Spannungsabbau brachte mich etwas aus dem Lesefluss.

Fazit: Ashes - Brennendes Herz ist eine schreckliche, aber doch glaubwürdige Zukunftsvision. Es ist die perfekte Mischung aus Spannung, Hoffnung, Mut, Liebe, Freundschaft und Abenteuer die ein Dystopieroman braucht. Die Charactere sind fabelhaft ausgearbeitet und der Schreibstil ist auch nicht zu verachten. Allerdings muss ich meine Kritikpunkte mit einbeziehen und daher gibt es 4 von 5 Sternen.

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