Rezension: Die Entführung

Die Entführung

Originaltitel: Blood Red Road
Autor: Moira Young

Verlag: Fischer Jugendbuch
Erscheinungsdatum: Dezember 2011
Gebundene Ausgabe mit 449 Seiten

ISBN: 978-3841421425
Preis: 16,99€
Empfehlung: ab 14 - 15 Jahren

Teil einer Reihe: Ja
1. Die Entführung
2. Dustlands 2 (Februar 2013)
3.

Kurzbeschreibung: Saba wächst am einsamen Silverlake auf, in einer Welt, in der nichts mehr so ist, wie es einmal war. Als bewafnnete Reiter ihren Vater töten und ihren Zwillingsbruder Lugh entführen, schwört sie, ihn zu finden. Sie macht sich auf den Weg durch Wüste und Berge nach Hopetown, wo nackter Terror herrscht. Saba wird brutal gefangen genommen und muss in einer Arena kämpfen, denn von ihrem Überleben hängt alles ab.

Cover: Die steinige Wüstenlandschaft auf Schutzumschlag und Buch zeigt die Landschaft in der Saba wohnt und die Landschaft durch die Saba muss, um ihren Bruder zu finden.

Inhalt: Saba lebt mit ihrem Zwillingsbruder Lugh, der kleinen Schwester Emmi und dem Vater am Silverlake. Von der Welt fernab des Sees weiß Saba nichts. Aber als Tonton ihren Bruder entführen, ihren Vater ermorden und sie mit Emmi am See lassen, sieht sie sich gezwungen ihren Bruder zu finden und die Welt zu entdecken. Emmi folgt ihr dabei auf Schritt und Tritt und sie findet Freunde, die ihr helfen.

Meinung: Lange Zeit lag das Buch auf meinem SuB. Die vielen kritischen Bemerkungen zum Schreibstil der Autorin haben mir schon etwas Angst gemacht, denn bei Kickboxen mit Lu konnte ich mich damit nicht anfreunden. Bei Dustlands war es nicht annähernd so schlimm. Natürlich war es schwer die Gedanken und Worte Sabas auseinander zu halten, erschwert wird dies auch noch durch die Ich-Perspektive, aber nach mehreren Kapiteln hatte ich damit nur noch sehr wenige Probleme. Dazu kommt, das hauptsächlich der Autor die Situation beschreibt, der Leser bei den anderen Menschen die Gedanken nicht lesen kann und somit liegt die Schwierigkeit nur bei Saba. Die Autorin schreibt in kurzen klaren Sätzen, wahrscheinlich um Sabas Bildungsstand zu zeigen. Insgesamt hatte ich weniger mit dem Schreibstil zu kämpfen als mit Saba.  Das Buch ist in 9 sehr lange Kapitel geteilt, hat aber viele Abschnitte zwischendurch, so wurde ich, als Kapitelleserin, beglückt :D
Lugh ist zuerst geboren. An Mittwinter, wenn die Sonne tief am Himmel hängt.
Dann ich. Zwei Stunden später.
Das sagt eigentlich alles.
Lugh geht vor, immer, und ich komm dahinter. 
Und das ist gut so. 
Das ist richtig so.
So soll es sein. S. 9

Für Saba zählt nur ihr Bruder Lugh ..  überall nur Lugh, Lugh, Lugh. Die kleine Schwester Emmi wird verachtet, beschimpft und als unerträglich nervig eingestuft. Dabei war Saba unerträglich nervig. Sie wird als Kämpfernatur beschrieben, dabei ist sie einfach nur störrisch. Sie hat den typischen Es-ist-mein-Kampf-und-ihr-habt-hier-nichts-zu-suchen-Spruch auf Lager, nimmt die Hilfe der anderen aber gerne an. Vielleicht erkennt man in der kurzen Textpassage das Saba extrem von Lugh abhängig ist, deshalb ist es mir ein Rätsel, wie sie überhaupt diese Reise, völlig unselbstständig, schaffen konnte. Sie entwickelt ich zwar im Laufe der Geschichte weiter, aber nicht so viel, wie ich es mir gewünscht hätte. Saba und die anderen Charactere sind sind aber nicht nur eine schattenhafte Erscheinung, sie sind detailreich beschrieben und als Leser hat man ein sehr gutes Bild von Mensch, Tier und Umwelt. Wo wir gerade bei Tier sind; Nero fand ich klasse.

Die Handlung selbst war interessant, aber konnte mich nicht vollends überzeugen. Die erste Hälfte des Buch zieht sich durch mit neuen Bekanntschaften, Käfigkämpfen, Intrigen und das erste Zusammentreffen mit Jack. Erst nachdem man die Hälfte des Buch geschafft hat kann es losgehen mit der Suche nach Lugh. Dabei wird dann beschlossen gleich noch den König zu stürzen, ob das gelingt müsst ihr jedoch selbst lesen. In dieser letzten Hälfte fehlte es fast nie an Spannung und ich konnte das Buch auch nicht aus der Hand legen bis ich fertig war. Das Buch ist in sich abgeschlossen und weitere Teile wären eigentlich gar nicht nötig gewesen, besonders wenn man daran denkt, dass die beendte Suche mit einer neuen Suche beginnt.


Fazit: Ich kann es nicht richtig in Worte fassen, aber Saba war einfach zu nervig für mich, während ich mich mit dem Schreibstil schnell angefreundet habe. Da ich sehr zwiegespalten bin vergebe ich durchschnittliche 3 von 5 Punkten.

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