Rezension: Die Wahrheit meines Vaters

Die Wahrheit meines Vaters

Originaltitel: Vanashing Acts
Autor: Jodi Picoult

Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: Juni 2007
Gebundene Ausgabe mit 544 Seiten

ISBN: 978-3492048866
Preis: -
Empfehlung: für Erwachsene
Teil einer Reihe: Nein

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Kurzbeschreibung: Delia Hopkins verbrachte eine glückliche Kindheit, daran bestand bisher nie ein Zweifel. Doch als eines Tages die Polizei ein schreckliches Geheimnis über ihre Familie offenbart, holt eine Vergangenheit Delia ein, von der sie nicht einmal wußte, daß es sie gab …

Meinung: Jodi Picoult ist eine meiner Lieblingsautoren und konnte mich mit ihren Werken schon mehrmals verzaubern. Auch mit Die Wahrheit meines Vaters gelang ihr das. Obwohl der Klappentext wenig aussagt, lässt sich nach weniges Seiten klar sagen, um was es geht. Delia wurde von ihrem Vater als Kind entführt und nun muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen. Dabei erfährt sie Dinge, die sie lieber nicht erfahren hätte. Wer ein bischen nachdenkt und die Bücher der Autorin kennst, weiß, dass sich dahinter noch viel mehr verbirgt als zuerst angekommen. Es war etwas vorhersehbar, aber das hat der Geschichte nicht die Spannung genommen.

Die Geschichte ist aus der Sicht mehrerer Personen geschrieben. Da ist Delia, ihr Mann, ihr bester Freund, ihr Vater und auch ihre Mutter kommt zu Wort. Im Gegensatz zu anderen Büchern (z.B Johannisbeersommer) in denen nur 2 Personen vorkommen, die ich nicht auseinander halten konnte, wusste ich bei den 5 Personen immer, wer wer ist. Einfach, weil die Autorin ihre Chacactere gut gestaltet hat. Zum Teil wird die Story im Gericht erzählt und dort wird auch das Urteil über Andrew gefällt.

Wenn du keine Fragen stellst, dann nicht immer, weil du Angst hast, jemand könnte dir ins Gesicht lügen. Manchmal auch, weil du Angst hast, er könnte die Wahrheit sagen. S. 113
Liebe ist keine Gleichung, sie ist kein Vertrag und sie ist kein Happy-End. Sie ist die Schiefertafel unter der Kreide und der Boden, aus dem sich Gebäude und der Sauerstoff in der Luft. Sie ist der Ort, zu dem ich zurückkehre, ganz gleich, wo ich war. S. 220

Übrigens gefällt mir das deutsche Cover, aber das englische noch um einiges besser, weil es einen Teil der Geschichte zeigt, deshalb das Bild rechts. Weiter im Text: Es wird eine völlig unnötiges Liebesdreieck eingebaut, was mich doch sehr störte und auch das Ende dieser "Liebe" war völlig unsinnig. Oft habe ich gelesen, die Gefängnisszenen waren zu brutal. Da bin ich ganz anderer Meinung, es war natürlich nicht Friede-Freude-Eierkuchen, aber was erwartet man denn von einem Gefängnis. Denkt ihr, die Gefangenen helfen sich gegenseitig und sind alle beste Freunde ?? Dort geht es noch heftiger zu als im Buch und das sollte man bedenken, bevor man vorschnell urteilt.


Fazit: Ein aufwühlender Roman über die Familie.
4 von 5 Sternen sind dem Buch sicher

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