Rezension: Tödliche Schatten

Tödliche Schatten

Originaltitel: Shadows
Autor: Ilsa J. Bick

Verlag: Egmont INK
Erscheinungsdatum: August 2012
Gebundene Ausgabe mit 571 Seiten

ISBN: 978-3863960063
Preis: 19,99€
Empfehlung: ab 14 - 17 Jahren

Teil einer Reihe: Ja
1. Brennendes Herz (2011)
2. Tödliche Schatten (2012)
3.

Kurzbeschreibung: Den verheerenden Anschlag auf die Welt hat die siebzehnjährige Alex überlebt, aber nun muss sie sich den schwerwiegenden Folgen stellen. In den Städten, die nicht zerstört wurden, rotten sich diktatorische Tyranneien zusammen, in denen sich menschliche Abgründe auftun. Außerhalb der Schutzwälle droht der sichere Tod. Denn dort lauern Horden Jugendlicher, die sich seit dem Unglück in bestialische Kannibalen verwandeln. Und schließlich bleibt noch die Ungewissheit, ob Alex selbst noch zu so einem Monster mutiert. Warum sind ausgerechnet sie und ein paar wenige Ausnahmen von dieser Verwandlung bisher verschont geblieben?

Meinung: Es ist äußerst wichtig, zuerst Band 1 zu lesen und sich die Charactere und ihre Eigenschaften genau zu merken. Brennendes Herz habe ich erst im März gelesen, aber ich hatte trotzdem große Schwierigkeiten, mich zu erinnern. wer Lena ist, wie Alex geflohen ist und warum überhaupt. Ich habe noch nie eine Fortsetzung gelesen, wo so wenig vom ersten Teil wiederholt wird, nämlich fast gar nichts.  Und auch während des Lesens hatte ich dauernd das Gefühl, in Band 1 etwas verpasst und/oder überlesen zu haben. Gut kann ich mich noch an den fiesen Cliffhanger erinnern, der hier nahtlos weiter geführt wird.

Alex wird von den Veränderten als Gefangene genommen und muss sich nun mit denen auseinandersetzen. Sie lernt dort einige Menschen kennen, die aber für das Buch keine große Bedeutung haben, und macht sich viele Gedanken über sich, ihr Monster und wie das Leben weiter gehen wird, sofern sie überlebt. Diesmal dreht sich aber nicht alles um Alex, sondern es sind mehrere Handlungsstränge vorhanden, die von Tom, Peter und Chris, Lena und Nathan. Tom hat überlebt und wurde von einem alten Ehepaar "aufgepäppelt". Er begibt sich auf die Suche nach Alex, findet aber zu einer anderen Gruppe. Peter wird entführt und die 3 anderen Personen werden aus Rule verbannt und müssen nun ihren eigenen Weg finden. Wie bei Band 1 auch schon, passiert unheimlich viel und doch so wenig und es bleiben weiterhin eine Menge Fragen offen, die eventuell nie geklärt werden. Eine Person habe ich aber stark vermisst: die kleine Ellie, die mir ans Herzchen gewachsen ist und in Brennendes Herz entführt wurde. Eigentlich macht sich Alex auf die Suche nach ihr, aber das ist schnell vergessen, weil sie nun auch entführt wird.

Das Buch ist in 4 große Teile mit den 88 kleineren Kapitel gegliedert. Jedes neue Kapitel führt zu einer anderen Person. Es gibt kaum 2 oder 3 Kapitel hintereinander über das gleiche Geeschehen. Alles passiert gleichzeitig, aber als Leser hatte ich einige Schwierigkeiten dem Geschehen zu folgen und gleichzeitig mitzudenken. Außerdem werden sich manche Leser mit der steigenden Brutalität nicht zurecht finden. Da wird schon mal ein Kind am Spieß gegrillt und das ist nur eins der eckligen Erlebnisse. Die Veränderten, nun Chuckies genannt, entwickeln sich weiter, können mit Waffen umgehen, kommunizieren und werden allmählich reifer und schlauer.

Spannung bietet das Buch viel. Es hält sich konstant auf dem selben Level, da alle Protagonisten gegen den Tod kämpfen. Leider schaffen das nicht alle und es müssen Verluste hingenommen werden. Und auch zu Ende des Buchs erwartet uns ein riesen Cliffhanger, denn was da passiert ist, kann schließlich nicht das Ende sein. Während des ganzen Buchs hatte ich allerdings immer das Gefühl, fernab von der Geschichte zu sein. Ich konnte mich einfach nicht richtig in die Story einlesen und musste mich manchmal regelrecht zwingen noch die letzten Seiten des Kapitels zu lesen.

Der Schutzumschlag ist wenig einfallsreich. Spiegelverkehrt und eine andere Farbe. Fertig. Aber trotzdem schön. Was sich dagegen unter dem Schutzumschlag befindet, ist ein wunderschöner Anblick. Ein Bild habe ich gemacht und ihr seht es hier in der Rezension.

Fazit: Ein sehr unterhaltsames, schockierendes Buch über das Ende der Welt mit starken Characterer, aber vielen, manchmal verwirrenden Szenenwechseln. Insgesamt fand ich Tödliche Schatten nicht so gut wie sein Vorgänger, dem ich damals 4 von 5 Sternen gab, also bleibt mir nichts anderes übrig, als diesem Teil 3 von 5 Sternen zu geben.

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