Filmrezension: Martha Marcy May Marlene

Martha Marcy May Marlene

Regisseur: Sean Durkin
Studio: Twentieth Century Fox Home Entert.
Darsteller: Elizabeth Olsen, Christopher Abbott, Brady Corbet

Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 98 Minuten
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren

Kurzbeschreibung: Subtiles Psychodrama mit Thrillertouch über eine junge Frau, die nach Jahren in einer sektenähnlichen Gemeinschaft mit ihren Ängsten und einem bürgerlichen Leben zurechtkommen muss.

Inhalt: Martha taucht urplötzlich bei ihrer Schwester Lucy und deren Mann Ted auf. Martha hat sich jahrelang nicht gemeldet, weil sie in einem Haus mit sektenähnlichen Mitgliedern wohnte. Die Jahren haben Martha mehr verstört, als sie und ihre Schwester ahnen.

Meinung: Der Trailer hat mich wahnsinnig neugierig gemacht. Die Musik, die Landschaften, die Schauspieler und die Handlung interessierten mich sehr. Enttäuscht wurde ich nicht, jedoch auch nicht überrascht. Der Film beginnt mit der Szene, in der Martha ihre Schwester anruft und diese sie zu sich nach Hause holt. Während der Geschehnisse in der Gegenwart gibt es immer wieder Rückblenden, wie Martha in die Gemeinschaft zieht, Szenen aus dem alltäglichen Leben in der Sekte. Dadurch werden Unterschiede zur normalen Lebensart und Marthas verquere Vorstellung vom Leben sehr deutlich. Man bemerkt sofort, das sie überfordert ist, Angst hat und eigentlich nur eine Familie braucht.

Die Schauspieler waren sehr authentisch, konnten die Gefühle gut rüber bringen und waren mir sehr symphatisch. Besonders die kleine Schwester der Olsen-Zwillinge, Elizabeth Olsen, werde ich im Äuglein behalten und mit Sicherheit weitere Filme mit ihr schauen. Dialoge gibt es im Vergleich zu anderen Filmen wenig, aber genügend. Der Film arbeitet mit großartigen Bildern, passender Musik und ist sehr emotional. Leider war es stellenweise sehr eintönig, besonders für Leute, die sich für die Psyche nicht interessieren. Die Handlung war immer schlüssig. Mir fehlte jedoch der Grund oder die Geschehnisse, wie Martha zu der Gemeinschaft kam. Auch das offene Ende gefiel mir nicht so gut. Es lässt viel Spielraum für, vorallem schlechte, Interpretationen.


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