Rezension: Reise zum Mittelpunkt der Erde

Reise zum Mittelpunkt der Erde

Autor: Jules Verne
Originaltitel: Voyage au centre de la terre

Verlag : Fischer
Erscheinungsdatum: Dezember 1996 (original 1864)
Taschenbuch mit 383 Seiten

ISBN: 978-3596132591
Preis: -
Empfehlung: für Erwachsene

Teil einer Reihe: Nein

Kurzbeschreibung: Der Hamburger Professor Lidenbrock ist einer der angesehensten Geologen der Welt. Der etwas kauzige Experte in Sachen Steine, Mineralien, Kristalle und Erdschichten, der zudem fast alle Sprachen des Globus beherrscht, hat in einem alten Buch eine rätselhafte Nachricht in Runenschrift gefunden, deren Inhalt er aber nicht zu entschlüsseln vermag. Dies gelingt jedoch seinem Neffen Axel, der als wissenschaftlicher Assistent in Professor Lidenbrocks Haus lebt.
Die Botschaft enthält einen Hinweis auf eine Einstiegsmöglichkeit ins Innere der Erde. Eine wissenschaftliche Sensation und unsterblicher Ruhm winken den beiden Gelehrten, wenn dieses Abenteuer gelänge.
Unverzüglich machen sie sich auf den Weg, und ihre Reise in die Unterwelt wird zugleich zu einer Reise durch die. Zeit, durch die früheren Epochen der Erdgeschichte, in denen es noch Riesenwälder und Riesenechsen wie etwa die Dinosaurier gab.

Meinung: Wieder ein Klassiker, der keine Sternebewertung erhält. Das Buch war interessant, aber auch langwierig. Der Inhalt lässt sich schnell wiedergeben. Professor Lidenbrock findet in einem uralten Buch ein Blatt mit Zeichen, die er nicht entziffern kann. Erst sein Neffe Axel findet die Lösung und bald machen sich Axel und sein Onkel auf den Weg nach Island um zum Mittelpunkt der Erde vorzudringen. Der Weg dorthin ist aber schwierig und die Gefährten bekommen immer neue Probleme, entdecken aber auch Neues.

Ich muss gestehen, die Handlung fand ich recht langweilig. Erst ab Seite 100 sind sie überhaupt mal am Berg angekommen und dann wartet man weitere 30 Seiten, bis sie den Eingang gefunden haben. Der Weg von Hamburg zum Berg wird ausführlich geschildert. Keine Einzelheit wird ausgelassen. Im Berg wird erst kapitellang der Abstieg in den Berg geschildert. Dann kapitellang die Probleme während des Abstiegs. Erst kurz vor der 200.sten Seite werden Entdeckungen gemacht. Kurz gesagt, die Beschreibungen gingen mir viel zu lange. Ich muss nicht 10 Seiten lang lesen, wie die Männer einen Hang herunter laufen, nur um dann zu merken, das sie falsch sind. Auch danach geht es nicht besser voran. Erwartet man nun, wie der Klappentext verspricht, bizarre Erscheinungen, tauchen genau 2x Urbewohner auf. Um das Gestein und die Vegetation geht es öfter, aber wenn ich die ganzen Bezeichnungen nicht kenne, interessiert mich das herzlich wenig.

Das liegt evnetuell daran, dass das ganze Buch aus Axels Sicht erzählt wird. Anfangs erzählt er die Geschichte, später tauchen Notizen von ihm auf und dann erzählt er wieder. Das fand ich zum Lesen sehr angenehm, genau wie den Schreibstil des Autors. Der schreibt seinem Jahrhundert angemessen, normal und nicht extrem poetisch. Was mich auch überzeugte waren die Zeichnungen, die immer wieder auftauchen und das Lese versüßen.

Zu den Characteren kann ich nicht viel schreiben/sagen. Sie waren halt da um vorwärts zu kommen, aber ich hatte das Gefühl, hauptsächlich ginge es um die Komplikationen, die Umwelt, die Beschreibungen des Ganzen. Was mir jedoch auffiel, waren Axels Stimmungsschwankungen. Erst ist er total vom Vorhaben überzeugt, dann  überkommen ihn wieder Zweifel. Er ist vom Forschergeist seines Onkels angesteckt .. aber Stopp: Was ist, wenn das und das passiert ? Der Professor ist immer positiver Laune und konnte sich das auch durch nichts vermiesen lassen und Hans ist meist so ruhig, dass der Leser gar nicht mitbekommen, das er überhaupt noch da ist.

Fazit: Ein einfallsreicher, detailierter Roman bei dem die Charactere jedoch ein wenig zurück blieben.

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