short review: Die Wasserweber

Die Wasserweber
Autor: Kai Meyer

Verlag: loewe
Erscheinungsdatum: August 2006
Gebundene Ausgabe mit 440 Seiten

ISBN: 978-3-7855-5188-2
Preis: 14,90 €
Empfehlung: ab 12 Jahren

 Teil einer Reihe: Ja
1. Die Wellenläufer (TB 2008) zu meiner Rezension
2. Die Muschelmagier (HC 2004) zu meiner Rezension
3. Die Wasserweber (HC)


Kurzbeschreibung: Ein gewaltiger Mahlstrom überzieht die Karibische See. Noch kann die schwimmende Stadt Aelenium ihm trotzen. Doch Heere von Klabautern rücken näher. Der Kreis um Aelenium schließt sich. Nur die Wellenläufer können den Untergang aufhalten: Jolly und Munk tauchen hinab zur Wurzel des Mahlstroms. Während ihre Freunde in Aelenium den Kampf aufnehmen, wandern die beiden Quappen über den Grund der Tiefsee. Durch bizarre Felslabyrinthe und Vulkanschluchten führt sie ihr Weg bis zu den Trümmern einer versunkenen Stadt. Hier stoßen sie auf das Mädchen Aina, das seit Jahrtausenden auf dem Meeresgrund gefangen gehalten wird. Im schwarzen Abgrund eines Tiefeseegrabens treffen sich die Muschelmagier zum letzten Gefecht.

Meinung: Unglaublich, wie gespannt ich auf den Abschluss der Trilogie war. Ich hatte Angst, es würde mich wie Band 1 enttäuschen. Stattdessen war dieser Teil sogar noch besser als Band 1 und 2. Wer also nach Teil 1 keine Lust mehr hatte oder sogar erst nach Band 2 aufgehört hat, lest unbedingt die Nachfolger. Es lohnt sich :)

Der Tag der Abreise ist gekommen. Jolly und Munk müssen sich auf den Weg zum Schorfenschrund machen und auch Aelenium rüstet sich für den Kampf gegen die Klabauter und die Kannibalen. Jolly und Munk erwartet eine abenteuerliche Reise. Sie entdecken Überreste einer Korallenstadt und das Mädchen Aina, die selbst eine Quappe war und vor Jahrtausenden gegen den Mahlstrom in dem Kampf zog. Doch Aina birgt ein großes Geheimnis. Währenddessen verliert Aelenium viele Männer beim Kampf gegen die Klabauter und als diese dann endlich abziehen tauchen auch schon die Kannibalenschiffe auf.

Also eigentlich ist das Buch ein einziger Krieg. Die Kämpfer, genau wie Jolly und Munk, kommen kaum zu einer Atempause. Aber genau das hat mir so gut gefallen. Es ist so viel Spannung und so viel Action, man traut sich gar nicht, das Buch aus der Hand zu legen, aus Angst man könnte das Wichtigste verpassen.

Jolly macht in diesem Teil keine Entwicklung durch, sie hat das schon in Band 2 hinter sich. Munk dagegen macht eine 180° Wendung und dreht sich dann um weitere 360°. Das Ende hätte ich so nie erwartet und ich war freudig überrascht.

Fazit: Absolut empfehlenswert. Ein Buch voller Spannung, Magie und Freundschaft
Cover und Kurzbeschreibung via loewe 

[Challenge] Regenbogen-Challenge

2013 möchte ich bei Kastanies Regenbogen Challenge teilnehmen. Jeden Monat soll ein Buch gelesen werde, dessen Cover diese bestimmte Farbe hat oder diese im Titel hat. Die Challenge beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember 2013. Hier geht es zur Challenge Seite.


01) Weiß - Die drei Leben der Tomomi Ishikawa September
02) Gelb - Buch (Monat)
03) Orange - Bitterzart Mai
04) Rot - Im Bann des Zyklopen April
05) Rosa/Pink - Der Tod der jungen Mächen Juni
06) Lila - Ruhelose Seelen August
07) Hellgrün - Smaragdgrün Februar
08) Dunkelgrün - Das Restaurant am Ende des universums Juli
09) Hellblau - Der Widerstand geht weiter August
10) Dunkelblau - Auf den Spuren der Nebelfee  März
11) Bunt (richtig bunt!!!) - Humpelgreed  Oktober
12) Schwarz - Das zweite Leben des Cassiel Roadnight Januar

the month: december

Gelesen: 7 Bücher
Top und Flop und noch ein Top




Neuzugänge: 1 Buch
  • Kälte- Michael Northrop 
Ausgeliehen: 3 Bücher
  • Im Land des Voodoo-Mondes - Kathleen Weise
  • Die Wasserweber - Kai Meyer
  • Die Flucht - Ally Condie
SuB: 36 Bücher

Fazit: Und schon ist der Monat vorbei. Zum Glück konnte ich 7 Bücher lesen und hatte nur einen Neuzugang und 3 ausgeliehene Bücher. Außerdem wurde mein SuB ausgemistet und daher ist er deutlich kleiner als im letzten Monat. Ich bin gespannt, wie sich das im nächsten Jahr entwickelt. Einen Jahresrückblick wird es auch noch geben :)

Rezension: Im Land des Voodoo-Mondes




Im Land des Voodoo-Mondes
Autor: Kathleen Weise

Verlag: Planet Girl
Erscheinungsdatum: September 2011
Gebundene Ausgabe mit 288 Seiten

ISBN: 978-3-522-50263-4
Preis: 14,95 €
Empfehlung: ab 13 Jahren

Teil einer Reihe: Nein

Kurzbeschreibung: Saint-Domingue 1789. Als die junge Französin Éloise mit dem Schiff auf der Karibikinsel landet, weiß sie noch nicht, was sie auf der Zuckerrohrplantage ihres Onkels erwartet: warme Sommernächte voller Blütenduft, aber auch das Leid der Sklaven und das unheimliche Trommeln, mit dem nachts die Geister beschwört werden. Als Éloise sich in den gut aussehenden Gabriel verliebt, gerät sie mitten in die Rassenkonflikte, die unter der scheinbaren Inselidylle schwelen. Und in den Bann des Voodoo. Albträume verfolgen sie, gefährliche Unfälle häufen sich. Gemeinsam mit Gabriel sucht Éloise nach Antworten.

Meinung: Der Klappentext verspricht ein atmosphärisches Werk über Voodoo, Rassenkonflikte und Liebe. Aber ich wurde enttäuscht. Hauptsächlich geht es um langweilige Nebentätigkeiten.

Wie schon gesagt, der Inhalt war nicht so berauschend. Der Prolog beginnt vielversprechend  mit einer Calenda in die Èloise gerät und aus der Tanguy sie rettet. Danach geht es weiter mit mit der Reise zu Èloises Onkel zu dessen Plantage. Dort begegnen sie Sklaven und all dem Leid. Allerdings nur oberflächlich. Èloise reitet genau 1 Mal über die Plantage und rettet einen Sklaven vor Peitschenhieben und das wars dann. Da hätte ich einfach mehr erwartet. Nach der 100. Seite passieren die ersten seltsamen Dinge, die Èloise beinahe das Leben kosten und von da an beginnt es -langsam- interessant zu werden. Aber wirklich nur sehr langsam. Irgendwann begegnet sie Gabriel und sie verstrickt sich immer weiter in die Magie der Einwohner. Das alles hört sich wirklich alles sehr interessant und spannend an. Wäre es auch, wenn es sich nich über 250 Seiten ziehen würde. Ist dann die Nacht des großes Showdowns da verpufft sich die Spannung und das Geheimnis und das Problem lösen sich von selbst.

Hier ein großer Spoiler zum Ende: Wenn doch Èloise schon im Schuppen des Hûngan Tullius ist, der ihre Seele will, weil er mit einem Mann ein Abkommen geschlossen hat, dann stürzt sich doch der Schlangengott des Hûngan nicht auf den Mann, weil er schon sooo lange auf das Mädchen wartet, wenn dieses doch genau daneben steht ?! Wo ist da die Logik ? Hauptsache ein einfaches Ende gewählt. Ist da der Autorin nichts besseres eingefallen ? Und warum der Mann die Seele verkauft hat ist mir immer noch leicht schleierhaft und was Éloises Mutter damit zu tun hat verstehe ich nicht mal ansatzweise.

Den Schreibstil dagegen find ich sehr gelungen. Kathleen Weise schreibt sehr poetisch und gefühlvoll, mit vielen langen Sätzen, die zum Träumen einladen. Die Landschaften und Situationen kann sie so real beschreiben, dass ich das Buch zu keinem Zeitpunkt abbrechen wollte, obwohl der Inhalt langweilig war. Schon allein wegen des Schreibstils lohnt es sich, das Buch zu lesen.

Die Charactere sind sind greifbar, bleiben aber eher schwach in Erinnerung. Èloise ist jung und verliebt in Gabriel. Sie hat Mitleid mit den Sklaven und ist auch bei ihren Bediensteten nicht so streng. So wächst sie mit dem schwarzen Tanguy auf, er ist für sie eher wie ein Freund und auch Nadine ihre Zofe behandelt sie eher als Freundin. Sie ist ein warmherziger Mensch und hebt sich mit ihrem Verhalten von den Menschen in ihrem Zeitalter ab. Gabriel ist halt der gutaussehende junge Mann mit einer noch schöneren Mutter, die ganz zufällig Èloise helfen kann. Über den Vater, den Onkel, Tanguy, Nadine erfährt man eher wenig und relevant für die Handlung ist es nicht. So wird nur Èloise hervor gehoben und es ist kein Wunder, dass man sie mag.

Fazit: Ein guter Schreibstil reicht nicht aus, dem Buch fehlt es an Tiefgang. So bleiben die Charactere oberflächlich und die Handlung langweilig.
Cover und Kurzbeschreibung via Planet Girl

Monster Lesezeichen

In meine Klasse wurde gewichtelt und ich habe so ein Monster Lesezeichen gebastelt, die man auf fast jedem Blog zu sehen bekommt. Da mein Wichtelkind nicht ganz so bunt ist, wurde das Lesezeichen schwarz-weiß-rot. In den Ferien werde ich bestimmt noch mehr davon machen und auch welche zu Weihnachten verschenken. Genaue Anleitungen findet ihr hier und hier. Habt ihr auch schon so ein tolles Lesezeichen gemacht ? :)


Rezension: Kälte

Kälte

Originaltitel: Trapped
Autor: Michael Northrop

Verlag: loewe
Erscheinungsdatum: August 2012
Taschenbuch mit 256 Seiten

ISBN: 978-3-7855-7428-7
Preis: 6,95 €
Empfehlung: ab 13 - 16 Jahre

Teil einer Reihe: Nein

Kurzbeschreibung: Es schneit wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Scotty und seine Freunde Pete und Jason gehören zu den letzten sieben Schülern ihrer Highschool, die darauf warten, nach dem Unterricht abgeholt zu werden. Bald jedoch wird klar, dass niemand mehr kommen wird. Anfangs scheint es noch gar keine so schlechte Sache zu sein, den Abend und schließlich die Nacht in der Schule verbringen zu müssen – immerhin sind die zwei süßen Mädchen Julie und Krista mit von der Partie. Doch als zuerst der Strom ausfällt, dann die Heizung, schließlich die Wasserleitungen einfrieren und der Schnee draußen immer höher steigt und sie in Dunkelheit hüllt, liegen die Nerven blank – und plötzlich geht es ums nackte Überleben.

Meinung: Was könnte besser in diese Jahreszeit passen als ein Buch über Jugendliche, die in ihrer Schule eingeschneit sind ? Ok, blöde Frage.

Scotty Weems bleibt an diesem bedeutenden Tag mit seinen Freunden Pete und Jason länger in der Schule um das Gokart aufzumöbeln. Eine gute Idee war das aber nicht, denn während die Zeit verstreicht wird der Schneesturm immer stärker, bis schließlich niemand mehr die Schule verlassen kann. Lehrer Gossel will Hilfe holen und es bleiben nur 7 Schüler übrig. Eine Zeit des Wartens und der Angst beginnt. Werden sie die Schule wieder lebend verlassen ? Irgendwann wird es Zeit zu handeln, aber ist dafür noch genug Zeit ?

Was habe ich eigentich erwartet ? Einen nervenaufreibenden Jugendthriller ? Eine Lovestory ? Oder doch eher einen spannenden Roman ? Im Nachhinein weiß ich das gar nicht mehr so genau. Titel und Klappentext passten zum Winter und so wurde das Buch kurzerhand bestellt. Ich möchte nicht sagen, ich würde enttäuscht, aber ein bischen unzufrieden bin ich schon.

Handlung war wenig vorhanden. Die Jugendlichen sind in der Schule gefangen, lernen sich besser kennen oder auch nicht, müssen an Essen gelangen, sich warm halten und schließlich mit größeren Gefahren und auch dem Tod zurecht kommen. Spannend im Sinne von ich-kann-nicht-mehr-aufhören-zu-lesen sind nur die letzten 4 Kapitel und das Ende hat es richtig in sich. Ein mega Cliffhanger wartet auf den Leser und das bei einem Einzelband. Wer nicht damit klar kommt nicht zu wissen, ob die Jugendlichen überleben sollte die Finger von diesem Buch lassen. Ich bin irgendwie immer noch ganz gefangen vom Ende.

Scotty erzählt uns seine Geschichte. Ich musste mich erst an den Stil gewöhnen, aber mit der Zeit fiel es immer weniger auf und wurde sogar richtig gut. Trotz der persönlichen Anrede durch Scotty konnte ich keinen Bezug zu den Charakteren finden. Warum, ist weiter unten zu finden.

Zum Thema selbst möchte ich sagen, dass das echt interessant ist. Allein die Vorstellung eingeschneit zu sein ist erschreckend. Irgendwann ist kein Wasser mehr da, kein Essen, keine Luft. Nur die Umsetzung war nicht so gelungen, wie ich oben schon angedeutet habe. Es war sogar recht langweilig, weil es einfach immer um dasselbe ging. Und doch hat das Ende einiges wieder gut gemacht. Ich bin wirklich total unentschieden, was die Bewertung angeht.

Die Charactere machen weder eine Entwicklung durch, noch sonst irgendwelche Stimmungsschwankungen oder extreme Gefühlsausbrüche. Die Angst ist unterschwellig da, aber viel zu wenig. Was erst ein nachvollziehbares Verhalten ist, nämlich die Situation schön reden, wird später zum echten Problem. Scotty handelt, als es schon fast zu spät ist und wer weiß, was die anderen machen. Nur 1x kam es zu einem Gewaltausbruch, weil Pete Julie falsch verstanden hatte. Aber das wäre wohl auch in einer anderen Situation passiert. Es war wenig authentisch, wie verständlichen die 15 - 16 Jährigen handeln, nicht in Panik verfallen und denken, sie haben alles im Griff. Würde mir das passieren und ich wüsste nicht, ob ich überlebe, ob meine Familie noch lebt, würde ich als allererstes anfangen zu heulen und zu schreiben und hysterisch werden, was sicher jeder als eine völlig normale Reaktion auf eine solche Situation empfinden würde. Vielleicht sind die Jugendlichen aber auch so was von sich selbst überzeugt, das sie gar nicht auf die Idee kommen sie könnten sterben. Erst nach der Hälfte des Buch geht ihnen dieses Lichtlein auf.

Fazit: Als langatmig oder gar langweilig kann ich das Buch jedoch nicht bezeichnen. Es hatte seinen ganz eigenen Bann, der mich auch jetzt noch nicht losgelassen hat. Denn die Idee ist wirklich gut, nur die Umsetzung war nicht so prickelnd. Da hätte defintiv mehr draus werden können.
Cover und Kurzbeschreibung via loewe

Meine Winterbücher

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es ein kleines Special zu meinen Winter - und Weihnachtsbüchern. Viele sind es nicht, aber sehenswert sind sie trotzdem. Insgesamt sind es 5 Bücher mit den unterschiedlichsten Themen.


Ein ungezähmtes Mädchen spielt nicht nur im Winter, sondern geht über das ganze Jahr. Allerdings ist die Atmosphäre während der Wintertage so schön, dass diese einem lange in Erinnerung bleiben. Schlittschuhpartien und lange Spaziergänge mit einem schönen Mann, ist doch einfach großartig :) (zu meiner Rezension)

Auch Dash und Lilys Winterwunder ist ein Liebesroman, aber ein Jugendbuch und hier geht es größtenteils um Weihnachten und die Liebe. Der Winter bleibt eher im Hintergrund und selbst Weihnachten spielt nur eine kleine Rolle. (zu meiner Rezension)

Etwas ganz anderes ist Kälte. Wer hätte nicht Angst davor während eines Schneesturms in einem Gebäude ohne Licht und Strom festzusitzen und das nicht nur einen Tag. Momentan lese ich das Buch und so ganz begeistern kann es mich noch nicht.

Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel spielt zwischen Weihnachten und Neujahr und ist ein Phantasybuch für Jugendliche. Es geht eher weniger um Winter und Weihnachten, ist aber trotzdem ein großartiges Buch. (zu meiner Rezension)

Schon der Titel Ich bin kein Serienkiller zeigt, hier geht es um was ganz anderes. Vor Weihnachten werden mehrere Leichen gefunden und der junge John will den Mörder finden. Für alle Thriller Fans ist das ein super Winterbuch. (zu meiner Rezension)

Habt ihr ein Lieblingswinter - oder weihnachtsbuch ? 

Rezension: Gute Geister

Gute Geister

Originaltitel: The Help
Autor: Kathryn Stockett

Verlag: btb
Erscheinungsdatum: März 2011
Gebundene Ausgabe mit 608 Seiten

ISBN: 978-3-442-75240-9
Preis: 21,99€
Empfehlung: für Erwachsene

 Teil einer Reihe: Nein

Kurzbeschreibung: Jackson, Mississippi, 1962: Die junge Skeeter ist frustriert. Nach dem Studium verbringt sie die Tage auf der elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am Finger. Sehr zum Missfallen der Mutter. Doch der Mann, mit dem ihre Freundinnen sie verkuppeln wollen, ist ein hochnäsiger Snob. Und dann ist auch noch ihr schwarzes Kindermädchen, bei dem sie stets Trost fand, spurlos verschwunden. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Und um diesem Ziel näher zu kommen, verbündet sie sich mit zwei Dienstmädchen, die ebenso unzufrieden sind wie sie: Aibileen zieht inzwischen das siebzehnte weiße Kind auf. Doch nach dem Unfalltod ihres einzigen Sohnes ist etwas in ihr zerbrochen. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Und gemeinsam beschließen die drei außergewöhnlichen Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas zu wagen. Denn sie alle haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern – in ihrer Stadt und in ihrem eigenen Leben.

Meinung: 3 verschiedene Sichtweisen zeigen die Geschehnisse in Jackson. Von Skeeter, die etwas verändern und nicht wie ihre Freundinnen leben möchte. Sie möchte in New York Journalistin werden und verbündet sich mit Aibileen, Minny und weiteren schwarzen Hausmädchen. Aus Minnys und Aibileens Sicht gibt es die weiteren Kapitel.

Ich hatte etwas anderes erwartet. Ich dachte, es gehe um die Geschichten der einzelnen Frauen und wie diese damit zurecht kommen. Aber eigentlich handelt das Buch davon, wie Skeeter sich entwickelt, die Idee zu dem Buch hat, dieses schreibt und von weiteren alltäglichen Situation. Aber das ist keineswegs langweilig. Minny und Aibileen erleben schreckliche Dinge. Nachbarn werden vor den Augen der eigenen Kinder ermordet. Ein junger Mann verliert sein Augenlicht, weil er eine Toilette für Weiße benutzen wollte. Es ist ein sehr erschütterndes Buch über das Leben in früheren Zeiten. Kaum vorstellbar und doch ist das alles passiert, nur noch viel schlimmer.

Anfangs hatte ich Bedenken wegen des Schreibstils. Die Frauen erzählen die Dinge aus der Ich-Perspektive und grammatikalisch richtig ist das definitiv nicht. Allerdings war es durch die Abwechslung zwischen Minny, Aibeleen und Skeeter gar nicht so extrem. Und auch überhaupt nicht anstrengend oder nervend. Mein Lesefluss wurde dadurch jedenfalls nicht gestört.

Wirklich entsetzlich finde ich die Tatsache, dass das erst vor ca. 50 Jahren passiert ist. Und noch heute ist die Welt nicht frei von Rassismus. Bücher wie Gute Geister rütteln den Leser wach und einem wird klar, wie grausam die Menschen mal wieder waren, bzw. immer noch sind. Der Roman selbst ist fiktiv, also frei erfunden, aber genau so hätte das alles in einer Stadt passieren können.

Die Personen waren gut characterisiert. Nach den ersten Kapiteln weiß man, wer wer ist und vergisst das auch nicht mehr. Selbst die Nebenpersonen bleiben einem gut in Erinnerung, manchmal gut, manchmal schlecht. So tat mir Mae Mobley schrecklich leid und für Hilly hatte ich nur Verachtung übrig. Die Autorin hat fast eine ganze Stadtgemeinschaft erschaffen und das ist ihr wirklich gut gelungen. Es gibt die guten weißen Ladys, deren Ehemänner und Kinder, die schwarzen Dienstmädchen und deren Familie. Alles ist miteinander verstrickt und wirkt wie eine echte Geschichte.

Wer auf ein Happy End hofft wird leider enttäuscht. Wie heißt es so schön: Das Leben ist kein Ponyhof ! und das war es für diese Frauen zu dieser Zeit sicherlicht nicht.

Fazit: Ein erschütternder Debutroman über das Leben schwarzer Dienstmädchen zu einer Zeit, die voller Rassismus und Hass war. Unbedingt lesen !
Cover und Kurzbeschreibung via btb

Neuzugang #78




Kurzbeschreibung: Es schneit wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Scotty und seine Freunde Pete und Jason gehören zu den letzten sieben Schülern ihrer Highschool, die darauf warten, nach dem Unterricht abgeholt zu werden. Bald jedoch wird klar, dass niemand mehr kommen wird.
Anfangs scheint es noch gar keine so schlechte Sache zu sein, den Abend und schließlich die Nacht in der Schule verbringen zu müssen – immerhin sind die zwei süßen Mädchen Julie und Krista mit von der Partie. Doch als zuerst der Strom ausfällt, dann die Heizung, schließlich die Wasserleitungen einfrieren und der Schnee draußen immer höher steigt und sie in Dunkelheit hüllt, liegen die Nerven blank – und plötzlich geht es ums nackte Überleben.

Kurzbeschreibung via loewe

Rezension: Die Muschelmagier

Die Muschelmagier
Autor: Kai Meyer

Verlag: loewe
Erscheinungsdatum: 2004
Gebundene Ausgabe mit 368 Seiten

ISBN:  978-3-7855-4985-8
Preis: 14,90€
Empfehlung: ab 12 Jahren

Teil einer Reihe: Ja
1. Die Wellenläufer (zu meiner Rezi)
2. Die Muschelmagier
3. Die Wasserweber

Kurzbeschreibung: Eine Nebelwand schützt Aelenium vor den Blicken der Welt. Die schwimmende Stadt in der Karibik ist Wächter des gefährlichen Mahlstroms, der in der Tiefe des Meeres lauert. Aber Aelenium hat versagt. Während hinter dem Horizont der Mahlstrom die See verschlingt, ruht die letzte Hoffnung auf den Wellenläufern. Jolly und Munk werden in den Korallenpalästen der Stadt auf den Kampf gegen den Mahlstrom vorbereitet. Doch Jolly sehnt sich zurück nach ihrem Leben als Piratin. Als Klabauterheere vor Aelenium aufmarschieren, beginnt für sie eine abenteuerliche Flucht: Über magische Brücken und dunkle Meere, durch wilde Dschungel und auf verlassene Inseln führt ihre Reise. Als Munk sie vor eine Entscheidung stellt, beginnt der Kampf um die Magie der Muscheln.

Meinung: Band 2 beginnt wenige Tage oder Wochen und in dieser Zeit ist nicht viel passiert. Jolly und Griffin haben auf der Insel Menschen gefunden, die eine Brücke bauen, aber dahinter steckt etwas Fürchterliches. Zum Glück taucht genau zum richtigen Zeitpunkt der Geisterhändler auf und bringt die Zwei nach Aelenium. Munk ist schon dort, aber er scheint sonderbar verändert. Für Jolly beginnt ein neues Abenteuer auf See.

Die Handlung beginnt nahtlos und ich konnte mich eigentlich auch an den Großteil der Geschehnisse in Band 1 erinnern. Jolly schlägt nun einen anderen Weg als erwartet ein und enttäuscht damit sicher viele Menschen. Trotzdem kommt sie dem Geheimnis des Mahlstroms immer näher und auch das Geheimnis um Bannon wurde nun geklärt. Sie muss nun mit einigen Erkenntnissen klar kommen und das gelingt ihr auch ganz gut. Munk dagegen steigt der "Ruhm" zu Kopf. Er ist total überheblich geworden und ist in seiner Rolle als Quappe und Weltretter total aufgegangen. Leider im negativen Sinne. Er kommt nur im ersten Drittel des Buchs vor, aber das reicht auch. Er war dieses Mal ein sehr unsympathischer Character Da ist es auch kein Wunder, dass Jolly und Griffin sich näher kommen.

Die Muschelmagier endet mit einem Cliffhanger und vielen unbeantworteten Fragen, deshalb ist Band 3 ein Must-Read für mich. Ich bin gespannt wie die Trilogie endet. Ich kann es kaum glauben, dass nur noch ein Buch erschienen ist, da man dem Ende nur wenig näher gekommen ist. Es passiert zwar unglaublich viel, aber eher in die entgegengesetzte Richtung. Das mag auch an den verschiedenen Handlungssträngen liegen. Zum einen sind wir mit Jolly unterwegs, aber auch mit Griffin und auch mit Soledad,Walker und dem Geisterhändler. So wurde die Handlung auch etwas aufgelockert und man wollte immer erfahren wie es weiter geht.

Der Schreibstil ist der bildlich und leicht. So macht lesen definitiv Spaß. Leider ist aber der Humor, den ich in Band 1 so toll fand, gänzlich verschwunden. Hoffentlich ist das in Band 3 wieder anders. Klar ist, diese Bücher sind für jüngere Leser geschrieben und das ist auch zu merken. Dem Lesefluss schadete diese Tatsache aber nicht.


Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die Lust auf den dritten Teil macht und einige Fragen hinterlässt. Die Charactere entwickeln sich weiter und die Handlung ist sehr abwechslungsreich gestaltet.

[Challenge] Verlags-SuB-Abbau 2013


Sofern die Welt nicht diesen Monat untergeht möchte ich nächstes Jahr bei Beauty&Books Challenge teilnehmen. Kurz gesagt geht es darum, jeden Monat die Bücher vom SuB aus einem bestimmten Verlag zu lesen, der vorgegeben wird. Genau Regeln könnt ihr hier nachlesen. Je nach Verlag werde ich spontan entscheiden ob ich für den jeweiligen Monat mitmache oder nicht. Vorerst geht die Challenge von Januar bis zum Juni 2013, bei viel Interesse auch bis Dezember 2013. Am Ende wird es eine große Verlosung geben.


  1. Januar - Mira Verlag / keine Teilnahme
  2. Februar - Fischer Verlag / keine Teilnahme
  3. März - Droemer Knaur / keine Teilnahme
  4. April - Heyne / Teilnahme
Meine Fortschritte:
   
     5. Mai - rowohlt / keine Teilnahme
     6. Juni - loewe / Teilnahme

Meine Fortschritte:
     7. Juli - Goldmann / keine Teilnahme
     8. August - Arene / keine Teilnahme
     9. September - Bastei Lübbe  / keine Teilnahme
    10. Oktober - blanvalet  / keine Teilnahme

    11. November - 
    12. Dezember



short review: Harry Potter und der Orden des Phönix

Harry Potter und der Orden des Phönix

Originaltitel: Harry Potter and the Order of the Phoenix
Autor: Joanne K. Rowling

Verlag: carlsen
Erscheinungsdatum: November 2003
Gebundene Ausgabe mit 1024 Seiten

ISBN: 978-3551555557
Preis: 28,90€
Empfehlung: ab 10 Jahren

Teil einer Reihe: Ja

Kurzbescheibung: Es sind Sommerferien und wieder einmal sitzt Harry bei den unsäglichen Dursleys im Ligusterweg fest. Doch diesmal treibt ihn größere Unruhe denn je - Warum schreiben seine Freunde Ron und Hermine nur so rätselhafte Briefe? Und vor allem: Warum erfährt er nichts über die dunklen Mächte, die inzwischen neu erstanden sind und sich unaufhaltsam über Harrys Welt verbreiten? Noch weiß er nicht, was der geheimnisvolle Orden des Phönix gegen Du-weißt-schon-wen ausrichten kann ... Als Harrys fünftes Schuljahr in Hogwarts beginnt, werden seine Sorgen nur noch größer. Die neue Lehrerin Dolores Umbridge macht ihm das Leben zur Hölle. Sie glaubt Harry einfach nicht, dass Voldemort zurück ist. Doch bald schlägt der Dunkle Lord wieder zu. Nun muss Harry seine Freunde um sich scharen, sonst gibt es kein Entrinnen.

Meinung: Achja, wie hab` ich mich auf den 5. Band und wie sehr hat mir Harry den Spaß verdorben. Vor einigen Jahren (so 2004) war dies mein liebster Teil und nun wurde ich bitter enttäuscht.

Schuld daran ist größtenteils der allseits bekannte Protagonist Harry Potter, der immer übellaunig war, jeden anmotzte und überall die Schuld suchte, nur bei sich nicht. Das fängt schon an, wenn Harry zum Hauptquartier gebracht wird. Herminde und Ron wissen gar nicht wie ihnen geschieht. Solche Szenen finden sich im gesamten Buch und nach dem 10. Streit wird es einfach nur noch extrem nervig. Zudem zicken sich dann auch noch Ron und Hermine an. Ich hätte sie alle an die Wand klatschen können. Meine persönlichen Highlights waren die Weasley-Zwillinge und Luna. Mit denen hatte man wenigstens etwas Spaß und Luna ist einfach ein geniales Kaliber für sich. Außerdem konnten mich die DA-Treffen wieder aufmuntern und Harry anscheinend auch.

Dazu kommt, dass die Geschichte über 1000 Seiten einnimmt und die Handlung sich unendlich lange zieht. Harry hat natürlich wieder Ferien, kommt irgendwann zum Hauptquartier, die Schule beginnt .... seltsame Träume ... Angriff ..... Träume .......................... Träume ..... Schule... Träume ..... und dann auf den letzten 300 Seiten kommt es zum Showdown. Zwischenzeitlich wollte ich abbrechen und einfach mit dem 6. Band weiter machen, aber das geht nicht so einfach. Es war aber wirklich sehr langwierig und teilweise auch langweilig.

Nun ist es aber so, dass in diesem Teil viele wichtige Dinge passieren, die auch noch in den Folgebänden vorkommen. Also sollte man diesen Teil keinesfalls auslassen, sondern sich (leider) durchquälen und auf den nächsten Teil freuen. Gegen Ende stirbt eine tolle Person und ich war wirklich entsetzt. Das war das 1. Mal, dass die Potter-Bücher mich schockieren konnten. Nun sind es auch weniger Kinderbücher, eher geeignet für junge Erwachsene ab 13 Jahren.

Fazit: Sorry, aber das Gezicke hat mir den Lesespaß total vermiest, dazu kommt die kaum vorhandene Handlung und wenig Lichtblicke und deshalb auch nur 2,5 Sterne
Cover und Kurzbeschreibung via carlsen

Re-Read: Harry Potter und der Orden des Phönix











Harry Potter und der Orden des Phönix habe ich bestimmt noch 10 Mal gelesen, allerdings ist das auch schon ein paar Jahre her und bisher war ich davon immer begeistert.

Mittlerweile lese ich aber nun schon seit 2 Wochen daran und Harry regt mich so dermaßen auf. In diesem Teil kommt er total arrogant rüber und gibt alles und jedem die Schuld, nur sicht nicht, auch wenn er daran Schuld ist.

Mir fehlen noch knapp 300 Seiten, die ich aber hoffentlich noch dieses Wochenende schaffe und dann wird es nächste Woche die Rezensionen dazu geben. Besonders gut wird sie allerdings nicht ausfallen.

Cover via carlsen