Filmrezension: 3096 Tage

3096 Tage

Regie: Sherry Hormann
Darsteller: Antonia Campbell-Hughes, Thure Lindhardt,  Amelie Pidgeon
Genre: Drama

Produktionsjahr: Deutschland 2012/2013
Spieldauer: 109 Minuten
FSK: ab 16 Jahren

Verleih: Constantin Film
Website vom Film

Kurzbeschreibung: Natascha Kampuschs schreckliches Schicksal bewegte die ganze Welt: Am 2. März 1998 wurde sie im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt. Ihr Peiniger, der Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil, hielt sie in einem Kellerverlies gefangen - 3096 Tage lang. Am 23. August 2006 gelang ihr aus eigener Kraft die Flucht. Priklopil nahm sich noch am selben Tag das Leben. Es folgte ein Medienecho, das bis heute seinesgleichen sucht.

Meinung: Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Natascha Kampusch. Dem Mädchen, das 8 Jahre lang von Wolfgang Priklopil gefangen gehalten wurde. Ihre Erlebnisse hat sie in einem Buch verarbeitet und nun wurde ein Film nach diesen Erzählungen gedreht.

Angefangen hat der Film mit der Entführung. Natascha streitet sich mit ihrer Mutter und rennt aus dem Haus, Richtung Schule. Auf dem Weg wird sie in den weißen Lieferwagen gezogen. Ab sofort beginnt für Natascha eine schreckliche Zeit. Der Film zeigt, ihre ersten Tage, ihre letzten Tage bei ihm und immer wieder Szenen aus den verschiedensten Zeiten und die unterschiedlichsten Anlässe.

Der Film wurde in Englisch gedreht und für die deutschen Kinos synchronisiert. Die Schauspieler sind Ausländer. Ich weiß, sie ist Irin und er Däne und beide haben gute Arbeit geleistet. Auch die kleine Amelie Pidgeon geht erschreckend gut auf in ihrer Rolle als junge Natascha. Man nimmt ihnen ihre Rollen sehr gut ab. Größtenteils spielt die Handlung sich in Nataschas Kellerverlies ab. Später dann im Haus und auch an anderen Orten. Im Vordergrung steht die Beziehung zwischen Natascha und Wolfgang, wie sie ihn nach einigen Jahren nennen darf, wie er sie peinigt, an sich bindet, ihr seinen Willen aufzwängt.

Ich hätte mir den Film nicht angesehen, hätte mich meine Freundin nicht gedrängt. Nun bin ich skeptisch. Hat es sich gelohnt oder habe ich einfach nur Geld aus dem Fenster und den Geschätfsmenschen in den A*rsch geworfen ? In dem Film gab es einige Szenen, die mich sehr berührten und Situationen, bei denen ich nicht wusste, dass sie passiert waren. Aber schlauer bin ich dadurch nicht. Ich verehre Natascha dafür, dass sie sich der Öffentlichkeit stellte, ihre Erlebnisse aufschrieb und überlebt hat. Aber ich konnte das mit dem Film nicht richtig in Verbindung bringen. Für mich war es einfach nur eine Geschichte, die auf wahren Begebenheit basiert. Ich weiß nicht, was Natascha durchgemacht hat. Der Film zeigt nur eine kleine Bandbreite des Schreckens.

Trotzdem  hat mich das, was ich gesehen habe, mitgenommen. Grausam, wie Priklopil von einem Moment zum anderen die Fassung verlor, sie schlug, trat und sie sogar vergewaltigte. Jedoch konnte ich den Film schnell abhacken. Schon nach dem McDonalds Besuch hatte ich andere Themen, über die ich sprechen wollte.

Fazit: Jeder muss selbst entscheiden, ob er diesen Film schaut oder nicht. Ich fand ihn zum Teil erschreckend, aber letztendlich konnte er mich nicht ganz überzeugen.


Bild und Beschreibung via Constantin Film



Ich wünsche Natascha für ihren weiteren Lebensweg viel Kraft, viel Mut und viele Liebe und das sie ihr persönliches Glück im Leben findet.

Kommentare:

  1. Interessante Rezi. Mein Freund wollte den Film auch sehen, aber ich hab mich geweigert, weil ich auch so zwiegespalten bin wie du. Deshalb bestaetigt deine Rezi meine Meinung dazu noch.

    LG, Steffi

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    1. Hallo Steffi,

      ich wäre in den Film auch nicht rein gegangen, wenn meine Freundin nicht unbedingt gewollt hätte. Ich bin immer noch verwirrt, ob ich den Film nun gut oder schlecht fand.

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  2. Hach ja, die Masche der Geschäftsleute - man kann eben einfach alles zu Geld machen, egal, was es ist. Ich persönlich kann vor allem die Hauptdarstellerin nicht mit Natascha Kampusch in Verbindung bringen, was mich sehr stört. Vielleicht kaufe ich mir irgendwann mal die DVD, um das Geschehen nachvollziehen zu können, ins Kino werde ich aber nicht gehen.
    Schöne Rezension!

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    1. Du hast es erfasst. Hauptsache alles zu Geld machen ....

      Ich finde die Schauspieler hat ihre Arbeit gut gemacht, hat aber keinerlei Ähnlich mit Natascha. Ob nun DVD oder Kino, im Prinzip weiß man, was im Film vorkommt und was wirklich geschehen ist, bleibt Nataschas Geheimnis.
      Danke :)

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