Filmrezension: Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger

Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger

Regie: Ang Lee
Darsteller: Suraj Sharma, Irrfan Khan, Rafe Spall
Genre: Drama, Abenteuer

Produktionsland/jahr: USA 2012
Spieldauer: 127 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Verleih: 20th Century Fox
Website zum Film

Kurzbeschreibung: Pi Patel ist der Sohn eines indischen Zoodirektors. Eine Katastrophe führt dazu, dass er mitten auf dem Ozean, abgeschnitten von der Außenwelt, in einem Rettungsboot dahintreibt. Dieses teilt er sich mit dem einzigen anderen Überlebenden: einem furchteinflößenden bengalischen Tiger namens Richard Parker, zu dem er eine wundersame und unerwartete Verbindung aufbaut. Pi nutzt seinen ganzen Einfallsreichtum, um den Tiger zu trainieren, seinen Mut, um den Elementen zu trotzen, und schlussendlich seinen Glauben, um die Kraft aufzubringen, sie beide zu retten. Die schicksalhafte Reise des Teenagers wird dabei zunehmend ein episches Abenteuer voller gefährlicher Entdeckungen und Erlebnisse.

Meinung: Ein Buch, als unverfilmbar geltend. Ein Film, so atemberaubend wie die Welt selbst. Erst nach dem Schauen habe ich erfahren, dass es sich hier um eine Buchverfilmung handelt. Ich habe jedoch nicht vor, das Buch zu lesen.

Der junge Pi ist mit seiner Familie auf der Überfahrt nach Kanada. Dort kommt er aber nie an. Der Frachter gerät in einen Sturm und sinkt. Nur Pi schafft es auf ein Rettungsboot, ebenso wie der Tiger Richard Parker, ein Orang Utan, eine Hyäne und ein Zebra. Kurz darauf sind nur noch Pi und Richard Parker übrig und Pi muss nun lernen mit dem Tiger umzugehen, ihn zu bändigen, ihn zu seinem Gefährten machen. 277 Tage ist er schiffbrüchig und kämpft jeden Tag ums nacke Überleben.

Es dauerte nicht lange, und die Jungs sprachen im Gleichklang mit, ein Crescendo, das nachdem alle in einem Augenblick, in dem ich die richtige Note unterstrich, Luft geholt hatten, so triumphal in meinem neuen Namen gipfelte, dass es der Stolz jedes Chorleiters gewesen wäre." Und aus Piscine enstand sein Kurzname Pi.
Auch diesen Film wollte ich nicht sehen, auch hier drängte mich meine Freundin. Mir hat der Film gefallen, ihr nicht. Ich muss gestehen, hätte es diese eine Szene nicht gegeben, wäre auch ich etwas enttäuscht gewesen, aber dazu später mehr.

Wen die Geschichte nicht interessiert sollte sich den Film allein der Bilder wegen anschauen. Ich habe noch nie einen so bildgewaltigen Film geschaut. Das Meer sieht wunderschön und grauenhaft gleichzeitig aus. So viele Szenen mit den wunderschönsten Bildern, schon allein dafür lohnt sich der Film.

Ich muss gestehen, der Film hat einige Längen, wird aber nie langweilig. Von Anfang an ist klar, Pi hat überlebt, denn er erzählt einem Mann seine Geschichte, damit dieser den Glauben an Gott wieder findet. Die Frage ist nur, wie konnte Pi überleben. Überlebt Richard Parker ? Oder bildet sich Pi das alles nur ein ?



Nun möchte ich kurz über die eine Szene reden, die mir den Film gerettet hat. Keine Sorgen, ich spoilere nicht, auch wenn das hier am Ende passierte. Pi ist in an Land, im Krankenhaus, erzählt den Männern seine Geschichte. Aber welche ist wahr. Die Gesehene oder die Gehörte ? Ich fand das Ende sehr faszinierend. Man konnte sich ein eigenen Ende denken, seine Fantasie spielen lassen und entscheiden, welche Version einem besser gefällt. Ich fand beide gut, gemeinsam grandios !

Im Film selbst ist der Tiger nur animiert, jedoch wurden für diese Animationen echte Tiger als Vorlage "besorgt". Was mit den anderen Tieren war ist mir unklar und eine kurze google Recherchen haben mir keine Infos gegeben. Damit bin ich aber zufrieden.

Wer sich Sorgen über Missionierungabsichten des Films macht, sollte das nicht machen. Religion spielt in Pis Leben eine wichtige Rolle und er erzählt seine Geschichte auch, um den Glauben an Gott dem jungen Reporter wieder zu geben. Mir hat es den Glauben jedenfalls nicht gegeben. Ich bin einfach nur fasziniert von dem Film und habe mir während des Schauens gar keine großen Gedanken und Religion und Gott gemacht.

Fazit: Ein bildgewaltiger Film, der ab und an seine Längen hat, jedoch nie langweilig wird und durch seine Geschichte(n) fasziniert.
Bild und Kurzbeschreibung via Fox

Kommentare:

  1. Also ich fand damals den Film sehr langweilig...

    LG Lisa

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    1. Echt ? Verrückt, wie da die Meinungen auseinander gehen :D

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  2. Danke schön, freut mich das der Look gefällt :>.
    Liebe Grüße, Jenny

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  3. Leider ist das gar nicht mein Geschmack, auch wenn du es toll beschrieben hast... ;)

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    1. Ich hätte auch nicht gedacht, das es mir so gut gefällt :)

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