[Rezension] Die Selbstmord - Schwestern (Jeffrey Eugenides)

Die Selbstmord-Schwestern

Originaltitel: The Virgin Suicides
Autor: Jeffrey Eugenides

Verlag: rororo
rscheinungsdatum: Juli 2005
Taschenbuch mit 256 Seiten

ISBN: 978-3-499-23429-3
Preis: 8,95€
Empfehlung: für Erwachsene

Teil einer Reihe: Nein

Kurzbeschreibung: Im Vorstadthaus der Familie Lisbon leben fünf schöne Töchter: die gescheite Therese, die pingelige Mary, die asketische Bonnie, die scharfe Lux und die blasse, lammfromme Cecilia. Als sich die jüngste von ihnen aus dem Fenster stürzt, beginnt das „Jahr der Selbstmorde“, das alle Beteiligten und Beobachter für immer verändern wird. Schaurig-ironisch und zärtlich zugleich zeichnet der Pulitzer-Preisträger das Porträt einer Jugend, die ihre Unschuld verloren hat.

Meinung: Ich kann es nach 8 Jahren einfach immer noch sagen. Die Selbstmord Schwestern ist mein absolutes Lieblingsbuch und wird es wahrscheinlich noch 8 weitere Jahre und länger bleiben.

Mit Cecilias Selbstmord beginnt der Verfall der Familie Lisbon. Aus der Sicht der Nachbarsjungen wird das Jahr der Selbstmorde erzählt, analysiert und erlebt. Sie suchen nach der Wahrheit und der Antwort, warum sich die Lisbon Schwestern umbrachten.
Dass Cecilias Augen aufgerissen blieben und ihr Mund sich wie bei einem Fisch am Haken dauernd zusammenzog, waren doch nur Reflexe, und wir wussten, dass es ihr bei ihrem zweiten Versuch gelungen war, sich aus dieser Welt hinauszuschleudern. S. 34
Die Handlung ist sehr nachdenklich. Die Jungs waren schon immer fasziniert von den Schwestern Cecilia, Lux, Bonnie, Mary und Therese und versuchen nach dem Tod der Mädchen deren Leben zu verstehen. Dabei haben sie verschiedene Beweisstücke, haben mit Menschen gesprochen, die Kontakt zu den Mädchen hatten. Und das waren nur sehr wenige Personen, denn die Mutter der Mädchen war sehr streng, sodass die Mädchen fast keinen Kontakt zur Außenwelt hatten.

Das Buch versucht zu ergründen, warum sich junge Menschen umbringen. Lag es am Wetter, am beendeten Krieg oder nur an der Erziehung ? Waren es Umwelteinflüsse, die Schule oder solche Strenge, die kein junges Wesen lange aushält.

Ich jedenfalls war sehr fasziniert von den Erzählungen der Jungs und nach dem Lesen muss man erstmal durch atmen und denkt noch  lange über das Geschehe nach. Es ist so geschrieben, dass man unbedingt den Grund erfahren möchte. Das Ende ist schon vorweg genommen, weswegen ich auch nichts verrate, wenn euch jemand sagt, dass sich alle Mädchen umbrachten.

Aber sie hatte uns, wie sich zeigte, die Hosen nur aufgeknöpft, um uns hinzuhalten, damit sie und ihre Schwestern in Frieden sterben konnten. S. 218
Der Schreibstil des Autors fesselt einen von der ersten Seite an und lässt nicht mehr los. Er beschreibt viel und der junge Trip Fontaine wird über 2 Seiten lang erklärt. Alles braucht seine Zeit, aber es ist nie langweilig.

Fazit: Ein excellentes Buch über den Selbstmord von 5 Schwester mit der Frage Warum ?.
Cover und Kurzbeschreibung via rororo

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