[Rezension] Dahin ist aller Glanz (Rosemary Clement-Moore) **

Dahin ist aller Glanz

Originaltitel: The Splendor Falls
Autor: Rosemary Clement-Moore

Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: August 2014
Broschierte Ausgabe mit 512 Seiten

ISBN: 978-3-570-40240-5
Preis: 14,99€
Empfehlung: ab 12 Jahren

Teil einer Reihe: Nein

Kurzbeschreibung: Ein falscher Schritt, ein stechender Schmerz und die New Yorker Ballerina Sylvie muss mit gerade siebzehn Jahren ihren Traum vom Tanzen aufgeben. Als ihre Mom bald darauf heiratet, steht Sylvie vor dem Zusammenbruch. Zur Erholung wird sie ausgerechnet zur Familie ihres verstorbenen Vaters nach Alabama geschickt. Im Süden angelangt, findet sich Sylvie auf dem ehemals prachtvollen Herrensitz Bluestone Hill wieder – und begegnet den verfeindeten Jungen Rhys und Shawn, zu denen sie sich merkwürdig, fast magisch hingezogen fühlt. Plötzlich wird Sylvie von Erscheinungen heimgesucht: der Duft von Flieder, ein Mädchen am Fluss, Schreie im Wald. Sylvie beginnt zu forschen und entdeckt ein düsteres Geheimnis …

Meinung: Ein großartiges und eine vielversprechende Kurzbeschreibung, aber leider trügt der Schein manchmal.

Nach ihrem UNFALL, wie Sylvie immer denkt, ist sie auf Drängen ihrer Mutter auf dem Weg zu ihrer Tante Paula in Alabama. Dort erwartet sie ein großes Herrenhaus mit einem verwilderten Garten, einen symphatischen und einen unsymphatischen jungen Mann und ein Geheimnis, dass die Welt aus den Fugen bringen kann.

An sich klingt es wirklich spannend, aber es zog sich so schrecklich lange. Auf den ersten 200 Seiten passiert nichts Relevantes und man hat gar keine Lust das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Selbst die letzten 100 Seiten, die überaus spannend sein sollten, ziehen sich stark. 200 - 300 Seiten weniger hätten dem Buch deutlich besser getan. Ob das Zähe nun am Schreibstil lag kann ich nicht genau sagen, auf jeden Fall redet die Autorin gerne mal um den heißen Brei.

Wegen des UNFALLS ist Sylvie natürlich sehr frustiert und wütend. Das wird sicherlich jeder verstehen können. Aber ich würde sie eher als aufbrausend und herrisch beschreiben. Kaum spricht man ein Wort, dass der kleinen Miss Perfect nicht gefällt, wird sie wütend und ihr glaubt gar nicht, wie oft das Wort Wut bzw. wütend vorkam. Alle paar Seiten ist die junge Dame eingeschnappt und das ist absolut nicht nachvollziehbar. Trotzdem ist Sylvie eigentlich ein anständiges Mädel und ich mochte sie gerne.

Anfangs und auch aufgrund des Klappentextes könnte man eine Dreiecksliebesgeschichte denken, aber es ist schnell klar, dass Sylvie einen Favouriten hat und der andere nicht ganz koscher ist. Über beide Jungs kann man herzlich wenig schreiben. Nicht ganz so stereotypisch, im Gedächtnis bleiben sie aber trotzdem nicht.

Fazit: Ein zäher und langer Einstieg, der sich bis zum Ende hinzieht. 300 Seiten weniger und es hätte durchaus spannend sein können. 
**

Cover und Kurzbeschreibung via cbj

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jedes Kommentar :)