[Rezension] Der Ozean am Ende der Straße (Neil Gaiman) ****

Der Ozean am Ende der Straße

Originaltitel: The Ocean at the end of the lane
Autor: Neil Gaiman

Verlag: Eichborn
Erscheinungsdatum: Oktober 2014
eBook mit 238 Seiten

ISBN: 978-3-8387-5832-9
Preis: 13,99€
Empfehlung: ab 16 Jahren

Teil einer Reihe: Nein

Kurzbeschreibung: Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen …
Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Meinung: Nach Coraline habe ich kein weiteres Werk des Autors gelesen, aber auch hier konnte ich wieder begeistert werden.

Der Mann, dessen Namen wir im Laufe des Buchs nie erfahren werden, ist wegen einer Beerdigung in der Nähe seiner alten Heimat. In überkommt das Bedürfnis seine alte Freundin Lettie Hempstock zu besuchen. An ihrem Haus angekommen fällt ihm ein, das diese doch nach Australien gegangen ist, aber nach und nach fällt ihm auch der Rest der Geschichte ein. Denn als Siebenjähriger hat er ein Abenteuer erlebt, dass er sich bis dahin nicht hat vorstellen können.

Er erlebt in fantastisches Abenteuer, dass nicht nur gute Seiten hat. Ist eine Katastrophe abgewendet, taucht die nächste auf und dann noch einmal so. Erwartete ich hier den Schluss, bekam ich nochmals die volle Ladung Spannung. Einerseits gut, andererseits schlecht. Ich hätte mir da einen schöneres Spannungsbogen gewünscht, der nicht abrupt endet, um dann wieder extrem da zu sein, sondern der konstant oben bleibt und steigt. Aber so ging es auch. Trotzdem war ich gefesselt von der Handlung und den Charakteren.


Ich sah die Erde, auf der ich mich seit meiner Geburt aufgehalten hatte, und ich begriff, wie zerbrechlich sie war – die Realität, die ich kannte, war eine dünne Glasur auf einem Geburtstagskuchen, in dem es vor Maden und Alpträumen und Hunger nur so wimmelte. 
Die Familie Hempstock ist nicht gerade gewöhnlich und das merkt auch der Junge sehr schnell. Obwohl man seinen Namen nie erfährt ist er der Protagonist und durch die Ich-Perspektive erhält man einen tollen und authentischen Einblick in sein Gefühlsleben. Lettie ist einem sofort symphatisch, ebenso wie die junge und die alte Mrs. Hempstock. Seine Familie dagegen hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack beim Lesen.

Schade fand ich, dass ich in der eBook Variante keine Bilder hatte. Allerdings weiß ich nicht, ob das dran lag, dass ich ein Leseexemplar hatte oder ob das allgemein bei den eBooks ist. Dabei sind die schwarz-weiß Zeichnung im Buch wirklich toll.


Fazit: Ein Buch für Jung und Alt über Freundschaft und Mächte, die nicht von dieser Welt sind.
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Cover und Kurzbeschreibung via Bastei Entertainment

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