[Rezension] Vollkommen (Patricia Rabs) **

Vollkommen
Autor: Patricia Rabs

Verlag: impress
Erscheinungsdatum: November 2014
Ebook mit 382 Seiten

ISBN: 978-3-646-60084-1
Preis: 3,99€
Empfehlung: ab 14 Jahren

Teil einer Reihe: Ja
1. Vollkommen
2. noch keine weiteren Details

Kurzbeschreibung: Sie haben sich in einer streng regulierten Idealgesellschaft den besten Platz erobert: Die Familie der 17-jährigen Teresa Evans gehört zu den Privilegierten, die in Mitte wohnen dürfen. Ihr Blut wird seit Generationen als so wertvoll eingestuft, dass sie es spenden und dafür besser leben können. Doch mit Teresa kommt die Wende, sie hat die Einstufung zur Blutspende nicht bestanden. Wegen ihr könnten sie jederzeit in die Armutswelt der Randbezirke abgeschoben werden. Dorthin, wo auch Lukas wohnt. Der Junge, mit dem Teresa als Privilegierte niemals zusammen sein dürfte und der jetzt ihr einziges Licht im Dunkeln ist. Doch gerade Lukas besteht als Erster seines Stammbaums die Einstufung und gehört plötzlich zu den Privilegierten…

Meinung: Für mich klang der Klappentext sehr vielversprechend, aber im Endeffekt war es nur ein weiterer Dystopie Abklatsch.

Teresa weiß, dass es ihr in der Mitte eigentlich gut geht, sie sieht es immer wieder an den Kindern aus dem Rand, die sie unterrichtet. Trotzdem ist sie nicht zufrieden, nicht wirklich, denn eigentlich weiß sie ja doch nichts. Erst als sie ihr Blut einlesen lässt kommt es zur Katastrophe. Ihre Familie wird verschleppt und sie muss mit anderen über die Grenze fliehen. Was sie dort erwartet und und wer sie wirklich ist hätte sie sich im schlimmsten Albtraum nicht vorstellen können.

Klingt alles ganz nett, war es an sich auch, aber mich störten einige Dinge in diesem Buch. Aber zuerst zur Handlung. Die war typisch dystopisch. Junges, unscheinbares Mädchen wird plötzlich zum Schlüssel um das böse System zu stürzen und will damit eigentlich gar nichts zu tun haben. Trotzdem wird sie von ihren "Freunden" immer mehr hinein gedrängt.

Tess war absolut nervig. Schon lange hat mich eine Protagonistin nicht mehr so auf die Palme gebracht. Mal davon abgesehen, dass sie sich dringen einen Psychater suchen sollte um ihr "Kratzproblem" unter Kontrolle zu bekommen. Sie ist auch absolut launisch, natürlich nie mit Absicht, macht nie etwas falsch und hat von nichts eine Ahnung. Ein Beispiel ist, als sie sagt, sie kann von Luke nicht erwarten, dass ER sein leben für SIE aufs Spiel setzt. Ist ja nicht so, dass der arme bald alles verlieren wird was ihm wichtig ist. Oder auch als sie seine Berührung abwehrt und 2 Absätze später wundert sie sich, warum er nicht von ihr berührt werden will. Hallo..... da wird mir einfach nur schlecht.

Die Liebesgeschichte zu Lukas war auch absolut nicht nachvollziehbar. Ganz plötzlich bemerkt sie, dass sie schon seit Monaten verliebt ist. Aha. Und Lukas, der Draufgänger, wusste von Anfang an, dass sie etwas Besonderes ist, weil sie ihn nicht sofort an die Wäsche lies. Wahhhhhhhh. Ebenso ihre Freunde, die mal welche sind und dann ganz plötzlich eine Kehrtwende machen und Tess hassen. Wann, Wieso??

Zudem ist einfach alles zu wirr. Man erhält die wichtigsten Informationen, aber mehr hätte ich mehr schon gewünscht. Was genau ist das Pharmagon ? Wer steckt dahinter? Wie entstand das System?

Und zum Schluss hat die arme, schwache Tess einen Sinneswandel und will es dem System zeigen und hat keinerlei Ängste mehr. AHA. Madame, was ist denn mit dir durchgegangen ?? Zu viel fremde Luft geschnuppert ?

Fazit: Ganz nette Idee, aber die Protaginistin war einfach nur zum töten nervig !!!
**

Cover und Kurzbeschreibung via impress

Kommentare:

  1. Hallo,
    jetzt musste ich doch schnell mal einen Gegenbesuch starten und schauen was dir an dem Buch nicht Gefiel. :D

    Liebe Grüße
    Viki

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    1. Hoffe, du konntest verstehen, wieso mir das Buch nicht so gut gefiel.

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  2. Huhu,
    ohje, mal wieder ein Buch welches bei dir nicht so gut weg kam^^ Also ich habs auch schon durch, meine Rezi kommt hoffentlich bald, aber ich kann schonmal sagen, dass es mir auf jeden Fall besser gefallen hat^^

    Ich fand Tess gar nicht so nervig, sondern ihre Unsicherheit in den meisten Punkten eher nachvollziehbar und auch die Liebesgeschichte fand ich dieses Mal ausnahmsweise eher zumindest verständlich, wieso sie sich verliebt hat^^ Eigentlich bin in diesem Punkt ich ja immer die, die es zu schnell und unglaubwürdig findet :D Aber ich kann dir zustimmen, dass ein paar mehr Hintergrundinfos echt schön gewesen wären.

    lg, Steffi

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    1. Ich glaube wir alle wissen, dass die Bücher bei mir nie so gut ankommen wie beim Rest :D :D :D Bin schon gespannt auf deine Meinung.

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