[Rezension] Die Erfindung der Flügel (Sue Monk Kidd) *****

Die Erfindung der Flügel // The Invention of Wings // Sue Monk Kidd
btb // Januar 2015 // Gebundene Ausgabe mit 496 Seiten
978-3-442-75485-4 // 19,99€ // für Erwachsene // Keine Reihe


Kurzbeschreibung: Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt … (via btb)
Meinung: Schon das Cover fiel mir bei den Neuerscheinungen auf und als ich dann die Kurzbeschreibung gelesen hatte war es um mich geschehen.

Sarah kam nie so ganz zurecht mit der Einstellung ihrer Eltern bezüglich der Sklaven. Schon mit 11 Jahren war sie gegen die Sklavenhaltung und wollte Hetty, genannt Handful, in die Freiheit entlassen. Niemand nimmt sie ernst, aber keiner kann ahnen, dass sie und ihre Schwester Angelina, Nina, eines Tages sogar Reden vor Hunderten Menschen vortragen werden. Aber auch Handfuls Leben bleibt nicht langweilig, sie kämpft für ihre Freiheit.

Die Autorin Sue Monk Kidd hat tolle Details zu einem wahren Grundgerüst hinzugefügt und damit eine Geschichte über Sklavenhaltung, Familie und Freiheit geschrieben. Sarah und Angelina Grimké waren im 19. Jahrhundert amerikanische Abolitionistinnen und Feministinnen und vertrieten in der Öffentlichkeit ihre Meinung gegen Sklavenhaltung und der Gleichheit der Frau gegenüber dem Mann. Dieses Grundgerüst nahm die Autorin und füfte ihre Variante der Geschichte ein und kann damit den Leser fesseln und zum Nachdenken anregen, denn selbst heute ist Gleichberechtigung weiterhin ein großes Thema. 
"Mein Körper mag ein Sklave sein, aber nicht mein Geist. Bei dir ist es umgekehrt." S. 285
Handful wird im zarten Mädchenalter an Sarah verschenkt und wird ihre Freundin. Ihr wird das Lesen beigebracht und auch später geht sie ihren eigenen Weg gegen die Sklavenhaltung. Handfuls Leben war von Anfang an nicht leicht, aber sie schafft es sich aus den Zwängen zu befreien und folgt Sarah.

Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte war so spannungsreich, belehrend und traurig, dass ich es fast in einem Rutsch gelesen habe. Sue Monk Kidd hat einen atemberaubenden und fesselnden Schreibstil und ich werde definitiv noch mehr von ihr lesen.

Fazit: Eine großartige Geschichte, die auf einer wahren Handlung basiert und vollends überzeugen kann.

5/5

Kommentare:

  1. Hallo,
    so das Buch an sich hätte jetzt nicht gerade meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen… doch das hört sich schon nach einer richtig tollen Geschichte an :D. Schöne Rezension.
    Liebe Grüße
    Viki

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    1. Danke. Ich stöbere sehr gerne außerhalb meines meistgelesenen Genre und liebe es neue Bücher zu entdecken und das hier hörte sich nach einem super Buch an... und siehe da, war es dann auch :)

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