[Rezension] Tiefe Wellen (Kat Rosenfield) **`

Tiefe Wellen // Inland // Kat Rosenfield
FJB // Mai 2015 // Broschierte Ausgabe mit 416 Seiten
978-3-8414-2170-8 // 14,99€ // ab 14 Jahren // Keine Reihe

Kurzbeschreibung: Callie Morgan hat Angst vor dem Wasser. Ihre Mutter ist ertrunken – Unfall oder Selbstmord? Durch eine mysteriöse Krankheit steigt das Wasser auch in ihrer Lunge. Doch als ihr Vater ausgerechnet im feuchtwarmen Florida einen Job annimmt, verschwinden die Symptome. Callie findet Freunde, ein Junge verliebt sich in sie. Aber das schicksalhafte Verhältnis ihrer Familie zum Wasser scheint sie zu verfolgen. (via FJB)
Meinung: Auf Tiefe Wellen wurde ich durch die Vorschauen aufmerksam und Klappentext und Cover sprachen mich direkt an.

Callie Morgan führt kein richtiges Leben. Durch ihre Krankheit wird sie von Schülern gemieden, niemand will sich mit ihr anfreunden. Ihr Vater schottet sie ab, Ärzte finden keine Ursache für ihre Qualen. Aber als Callie mit ihrem Vater nach Florida zieht, bessern sich ihre Symptome schlagartig. Sie findet Freunde, verliebt sich, aber sie spürt, dass sie sich verändert. Etwas Dunkles breitet sich in ihr aus und niemand kann ihr helfen.

Der Anfang beginnt vielversprechend. Man lernt Callie und ihre Situation kennen. Ihr Leben ist trostlos und einsam und erst der Umzug bringt Schwung. Sie findet Freunde und hat Spaß an der Schule. Ab der Hälfte jedoch gibt es viele Wiederholungen, es zieht sich. Ab und an hat Callie Albträume, aber größtenteils geht es um ihr Gefühlsleben. Zum Ende habe ich mir noch einen schönen Showdown gewünscht, stattdessen plätschert das Buch aus und der Angriff ist schwach. Hier wurde eine grandiose Idee in den Sand gesetzt. Schade.

Callie ist einem direkt symphatisch. Man kann ihre Gedanken und Gefühle sofort nachvollziehen und versteht, wie es ihr in ihrem Körper und der Krankheit geht. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter und wird selbstbewusster. Die restlichen Charaktere bleiben eher blass und unnahbar. Über Jana und Bee hätte ich gerne mehr erfahren, aber sie kommen nur in wenigen Szenen vor und haben keine wichtige Rolle.

Der Schreibstil ist leicht ausufernd und die Autorin verliert sich ab und an in Landschaftsbeschreibungen, die mich persönlich eher wenig berührten. Allgemein hat die Autorin eine poetische Ader, die trotzdem leicht und locker ist. Das Buch lässt sich jedenfalls schnell weglesen.

Fazit: Der vielversprechende Anfang verliert sich in Belanglosigkeiten. Trotz des angenehmen Schreibstils hätte man das Buch auch locker 100 Seiten kürzen können.

Kommentare:

  1. Hallo,
    das Cover erinnert mich irgendwie an das Buch Darian & Victoria (Impress Titel) :D. Das Buch hört sich wirklich Interessant an vom Klappentext, jedoch deine Punkte die du nicht magst :D am Buch lassen mein Interesse daran schwinden, da ich mir sicher bin das mir das auch nicht gefallen wird. Tolle Rezi :D
    Liebe Grüße
    Viki

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    1. Von den Farben herja, aber ansonsten gar nicht :D

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  2. Huhu :)
    Das Buch ist mir auch schon ins Auge gesprungen, war aber kein " Muss ich unbedingt haben" und nach deinen Kritik Punkten ( die ich nicht zum ersten mal zu dem Buch lesen) ist es nun eher auf meiner " Wenn ich es günstig gebraucht sehe, kaufe ich es" Liste :)
    Liebe Grüße
    Tanja

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    1. Echt, darüber hat niemand sonst gemeckert ? Wundert mich wirklich :D Aber wenn du es günstig findest, nimm es mit, aber zahl auf keinen Fall die 15€ :D

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