[Rezension] 13 Tage Mitternacht (Leo Hunt) ***

13 Tage Mitternacht // Thirteen Days of Midnight // Leo Hunt
Arena // Februar 2015 // Gebundene Ausgabe mit 360 Seiten
978-3-401-60077-2 // 14,99€ // ab 12 Jahren // Weiteres in Planung

Kurzbeschreibung: Schule, Partys, hübsche Mädchen. Lukes Leben ist total normal – bis zum unerwarteten Tod seines Vaters. Denn Luke erbt nicht nur ein Vermögen, nein, er ist auf einmal auch Meister einer achtköpfigen Geisterhorde. Die ist mit ihrem Schicksal überhaupt nicht einverstanden, hegt böse Rachegedanken und versucht mit allen Mitteln, sich aus ihrer Versklavung zu befreien. Diskutieren hilft da leider nichts. Plötzlich hat der coole Luke ein ziemlich abgefahrenes Problem. Und die einzige, die ihm helfen kann, ist ausgerechnet die merkwürdige Elza, der Freak der Schule. (via Arena)
Meinung: Bei einer lovelybooks Leserunde hatte ich Glück und durfte 13 Tage Mitternacht lesen.

Luke führt ein typisches Teenie Leben. In der Schule ist er oberflächlich und hat mehr sein Image, als seine Leistungen im Kopf, und natürlich muss er cool wirken und trotz aller Schwierigkeiten auch bleiben. Daheim aber kümmert er sich um seine kranke Mutter, seinen Hund Ham und um den Großteil der Hausarbeit. Als sein Vater stirbt, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hat, erhält er nicht nur viel Geld, sondern auch die Aufsicht über 9 Geister. Die haben natürlich nichts Gutes im Sinn und bis Halloween braucht Luke eine Lösung für seine unsichtbaren Probleme.

Der Anfang ist sehr vielversprechend. Man lernt Luke und seine Situation kennen und er ist einem eigentlich sehr symphatisch. Dann bekommt er auch rasch seine Geister, aber eine direkte Spannung wollte einfach nicht aufkommen. Es war interessant zu lesen und ich hatte auch Spaß und Grusel dabei, aber ich hatte nie das Gefühl, das Buch unbedingt beenden zu müssen. Hätte ich es nicht bei der Leserunde gewonnen, hätte ich es wohl schon nach der Hälfte abgebrochen, weil es schlicht spannungslos war.

Auch emotional lässt das Buch zu wünschen übrig. Weder von Leo, noch von Elza weiß ich noch viel. Man entwickelt keinen Draht zu den Charakteren und kann zwar grob nachempfinden, wie es ihnen geht, aber es fehlte einfach die Tiefe. Ursprünglich war das Buch viel länger und der Autor musste es stark kürzen, sodass eventuell wichtige Szenen wegfallen muss. Genau kann ich das aber nicht sagen.

Trotzdem war es eine angenehme Lektüre und ich denke, jünger Leser werden davon sicherlich gefesselt sein.

Fazit: Mir persönlich war es zu spannungs - und emotionslos.

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