[Rezension] Schwimm schneller als Tod (Rachel Ward) ***

Schwimm schneller als Tod // Water born // Rachel Ward
chickenhouse // Juli 2015 // Broschierte Ausgabe mit 352 Seiten
978-3-551-52063-0  // 14,99€ // ab 12 Jahren // Keine Reihe

Kurzbeschreibung: Es ist Sommer, es ist heiß und in der Schule kippen die Mädchen reihenweise um. Da hilft nur: baden. Zum Glück hat Nicola einen Platz im Schwimmteam, denn sonst würde ihr Vater niemals erlauben, dass sie in den Pool geht. Seitdem mehrere Mädchen ertrunken sind, nimmt seine Angst vor Wasser krankhafte Züge an. Für Nicola schwer zu verstehen, denn sie fühlt sich ganz in ihrem Element, wenn sie schwimmt. So frei und schnell und unbesiegbar. Ob das mit der geheimnisvollen Stimme zu tun hat, die sie plötzlich im Wasser hören kann? (via chickenhouse)
Meinung: Obwohl dies ein Nachfolger von Drowning ist, kann man das Buch sehr gut alleine lesen. So fand ich es sogar besser, da man länger im Dunkeln tappt.

Nicola liebt das Schwimmen. Und in diesem heißen Sommer, in dem Mädchen reihenweise umfallen und Wassermangel herscht, ist sie froh, wenn sie in der Schule in das kühle Nass tauchen kann. Aber nach und nach hat sie immer mehr das Gefühl, dass ihr Vater ein klein wenig den Verstand verliert und sie selbst sieht einen Jungen im Wasser, den nur sie sehen kann. Schon bald geschehen grausame Unfälle und Nicola muss handeln.

Nicola ist für ihr Alter relativ naiv, lässt sich stark von den Eltern beeinflussen und verhätscheln und  entwickelt auch keine Charaktertiefe. Die restichen Charaktere bleiben blass und man erfährt von niemandem wirklich viel.

Die Handlung selbst ist ruhig und gemäßigt. Es dauert ungefähr 1/3 des Buchs, bis Nicola mehr und mehr in die Unfälle verstrickt wird und heraus finden muss, was los ist. Weiterhin ist es aber immer noch langwierig, weil Nicola der Wahrheit nicht ins Auge blicken will. Die ganze Situation löst sich auf den letzten 20 viel zu schnell und viel zu einfach auf.

Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr angenehm, wenn auch manchmal etwas zu fade. Rachel Ward kann gut beschreiben, jedoch mit ihren Worten keine Spannung aufbauen. Zudem werden viele Themen angeschnitten, z.B. Homosexualität, Tod, Freundschaft, Nacktfotos; und nicht weiter in die Tiefe gegangen. 

Fazit: Es fehlt die Tiefe in diesem Gewässer. Die Autorin schneidet viele Themen an, lässt sie aber schnell wieder fallen und enttäschte mich mit einem zu schnellen und einfachen Ende.


Kommentare:

  1. Hi
    Na, das klingt ja gar nicht nicht gut! ;( Nach dem Lesen des Klappentextes fand ich das Buch noch interessant, aber jetzt werde ich mich wohl auch davon fernhalten!

    Danke für deine Rezi!

    Liebe Grüße
    Jessi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es war halt wirklich eher ein seichter Tümpel als ein stürmisches Meer. Dabei muss man aber auch die Zielgruppe beachten, der ich nicht mehr unbedingt entspreche.

      Löschen

Ich freue mich über jedes Kommentar :)