[Rezension] Light & Darkness (Laura Kneidl) ***`

Light & Darkness // Laura Kneidl
carlsen // Juli 2015 // Taschenbuch Sonderausgabe mit 400 Seiten
      978-3-551-31495-6 // 4,99€ // ab 14 Jahren // Keine Reihe

Kurzbeschreibung: Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss… (via carlsen)
Meinung: Bei dieser Sonderausgabe muss ich einfach zuschlagen. Die Autorin konnte mich mit ihrer Elemente der Schattenwelt Trilogie begeistern und Light & Darkness sollte das ebenso.

Light ist total aufgeregt. Sie erhält ihr erstes Wesen und kann sich gar nicht entscheiden, über welches sie sich mehr freuen würde. Doch unverhofft kommt oft und Light wird Dante zugeteilt. Einem männlichen Dämon. Die Familie ist außer sich, aber Light stellt sich der Herausforderung und versucht Dante eine gute Delegierte zu sein. Dante jedoch muss erst mit seiner Vergangenheit abschließen, bevor er sich auf ein neues Leben einlassen kann.

Ich habe mich mehr auf die Lovestrory gefreut und schon darauf eingestellt, sodass ich im Endeffekt nicht enttäuscht war, weil die Handlung zwischendurch immer mal wieder Flauten hatte. Dann ist da einfch nur der Alltag, der mit Dante zwar besonders, aber dennoch belanglos ist. Das Ende war für mich aber völlig vom Weg abgekommen und dazu muss ich SPOILERn: Light & Dante werden entführt und fliehen anschließend in das dämonische Konsulat, wo sie auf Hilfe hoffen. Ob sie diese erhalten und was aus Crispin, den Censio oder dem Mord nun passiert, wird nie geklärt. Stattdessen stellen sich Light und Dante auf den letzten 10 Seiten gegen das System und gelten als das Duo gegen die Regeln der Delegation. ENDE. Plötzlich ging es um etwas völlig Neues, was vorher nie angesprochen wurde und das vorherige Thema wurde fallen gefallen. Das gefiel mir gar nicht und hat auch nicht gepasst.

Light war sehr symphatisch und ist der Meinung, dass das System der Delegation wunderbar und eine Chance für alle Wesen ist. Daran ändert sich auch im Laufe des Buches nichts und dadurch wirkte sie naiv. Ansonsten finde ich ihre Beziehung zu Dante sehr oberflächlich. Anfangs sieht sie ihn als Herausforderung, aber mit der Zeit lernt sie ihn besser kennen und auch lieben. Bemerkt habe ich davon aber nicht, irgendwann sind die Gefühle dann einfach da. Bei Dante ist es da genauso. Er ist das typische Klischee. Der Bad Boy mit dem Geheimnis, das er für sich behalten muss, weil das Mädchen ihn dann nicht mehr liebt und weil er ja so ein schlechter Umgang ist. Pfff.

Die restlichen Charaktere bleiben blass. Nur Kane bekommt eine größere Rolle, die ihn aber nicht unbedingt zum Publikumsliebling macht. Mir war er zu aufdringlich und aufgesetzt fröhlich.

Der Schreibstil von Laura Kneidl ist angenehm und flüssig zu lesen. Es wirkt noch etwas hölzern, aber das darf ein Debut noch sein. Im Buch selbst sind mir einige Zeichensetzungsfehler und falsche Buchstaben aufgefallen, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch.

Fazit: Ein gutes Debut, dessen Potential nicht zu 100 % ausgeschöpft wurde.


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