[Rezension] Wie das Licht von einem erloschenen Stern (Nicole Boyle Rodtnes) *****

Wie das Licht von einem erloschenen Stern // Hul i hovedet// Nicole Boyle Rodtnes
Beltz und Gelberg // Februar 2016 // Gebundene Ausgabe mit 243 Seiten
978-3-407-82104-1 // 14,95€ // ab 14 Jahren // Keine Reihe

Kurzbeschreibung: Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt. (via Beltz und Gelberg)
Meinung: Eigentlich habe ich von dem Buch nicht so viel erwartet. Tatsächlich konnte ich mir nicht vorstellen, dass mir die Geschichte gefallen würde und so war ich letztendlich total begeistert.

Aphasie. Wahrscheinlich könnte Vega das Wort nicht einmal aussprechen, selbst wenn sie wollte. Denn seit sie bei einer Party in den Pool gestürzt ist kann sie weder sprechen, noch schreiben oder lesen. Sie ist völlig ausgegrenzt von der Normalität, leider unter Depressionen und eigentlich hat sie gar keine Lust, sich zu blamieren. Sie weiß, was die Blicke bedeuten, wenn sie versucht zu reden und darauf hat sie überhaupt keine Lust. Auch mit ihrem Freund Johan läuft es bescheiden und außer Sex verbindet das Paar eigentlich nichts mehr. Erst mit Theo gelangt wieder ein Lichtblick in ihr Leben.

Die Handlung ist spannend, denn Vega ist nach einiger Zeit der Meinung, sie wurde in den Pool geschubst. Bis auf Theo sagen ihr alle, sie soll den Gedanken wieder verwerfen und sich auf ihre Genesung konzentrieren. Obwohl sich die Suche nach dem Schubser als roter Faden durch das Buch zieht, liegt die Basis der Geschichte auf den Entwicklungen und Gefühlen der Charakte, allen voran natürlich Vega.

Vega selbst muss sich aus einem Kreis aus Depressionen, Selbstzweifel und unechter Liebe befreien. Sie wächst über sich hinaus und macht große Fortschritte in der Sprache. Besonders Theo hilft ihr sehr dabei, der mit ihr übt und immer für sie da ist. Theo selbst bleibt ein wenig blass, dennoch schließt man ihn ins Herz. Vegas Schwester Alma scheint mit der Situation mehr und mehr überfordert und das zeigt sich auch deutlich. Übel nehmen kann ich es ihr nicht. Für die ältere Schwester den Babysitter spielen ist nicht einfach.

Das Buch war sehr gefühlvoll und man konnte Vegas Gedanken und Gefühle verstehen. Ich war gefesselt vom Buch und konnte es keinen Moment aus der Hand legen. 

Fazit: Ein atemberaubendes Buch über Liebe, das Leben und Familie. 

Kommentare:

  1. Hallöchen,
    wow, das klingt ja wirklich grandios. Es ist immer wunderbar, wenn man über ein Buch so ins Schwärmen gerät. Wenn es einen wirklich begeistern konnte. Ich sollte endlich wenigstens mal reinlesen, auch wenn ich das Cover absolut nicht schön finde, aber man kann ja nicht alles haben.

    Liebst, Lotta

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    1. Ich mag das Cover gerne und es passt auch inhaltlich :)

      Freut mich, dass ich dich ein wenig anstecken konnte. Die Leseprobe schadet keinesfalls :)

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Ich freue mich über jedes Kommentar :)