[Rezension] In Liebe, Layla (Annie Barrows) ***`

In Liebe, Layla // The Truth According to Us // Annie Barrows
btb // April 2016 // Broschierte Ausgabe mit 608 Seiten
978-3-442-71376-9 // 12,99€ // ab 16 Jahren // Keine Reihe

Kurzbeschreibung: Sommer 1938: Layla Beck, Senatorentochter aus Washington, wird nach einer geplatzten Verlobung von ihrem Vater enterbt und in das verschlafene Örtchen Macedonia in West Virginia geschickt, wo sie als Stadtschreiberin fungieren soll. Layla tobt vor Wut, in ihren Augen kann sie dort nur völlig verrückt werden vor Langeweile. Und so erreicht sie die Stadt mit nur einem Ziel: so schnell wie möglich wieder von dort zu verschwinden. Die Geschichte des kleinen Ortes scheint für dieses Vorhaben auch bestens geeignet zu sein, denn sie ist äußerst kurz und ereignislos. Doch als Layla ihr Zimmer im Haus der Romeyns bezogen hat und die Bewohner näher kennenlernt, wird ihr schnell bewusst, dass das Leben dort einige Überraschungen für sie bereithält. Auch hinter der Fassade der altehrwürdigen Strumpfwarenfabrik scheint mehr zu stecken, als man ihr anfangs sagen will. Und am Ende wird Layla nicht nur die Geschichte der Stadt, sondern auch die von manchen Bewohnern kräftig durcheinanderwirbeln und völlig neu schreiben. (via btb)
Meinung: Angefixt durch das wunderschöne Cover und die Kurzbeschreibung erwartete ich eine Geschichte, die mich sofort in ihren Bann reißt und nicht mehr los lässt.

Layla hat einen Heiratsantrag abgelehnt und wird daraufhin von ihrem Vater dazu gedrängt, sich eine Arbeit zu suchen. Sie landet durch ihren Onkel beim Federal Writers Projekt und soll die Geschichte des Dorfs Macedonia niederschreiben. Sie kommt bei Jottie, derem Bruder Felix und dessen Töchter Bird und Willa unter und ist bald nicht nur der Stadt, sondern auch Felix verfallen. Aber Layla muss feststellen, dass man manchmal hinter die Fassaden blicken muss, um die ganze Wahrheit zu erfahren.

Der Einstieg fiel mir denkbar leicht. Ich war sofort von der Geschichte. Es beginnt mit einigen Briefen an und von Layla und von deren Umfeld und wie sie anschließend nach Macedonia kommt. Zusätzlich haben wir noch Kapitel aus Willas und aus Jotties Sicht und so haben wir eine gute Mischung und bekommen viel mit. Aber irgendwann ist man bei Seite 200 und die nächsten 200 Seiten ziehen sich extrem. Es ist langatmig und die Autorin hätte gut und gerne 300 Seiten kürzen können. Mir war es echt zu viel außenrum. Auch das Ende konnte nicht  überzeugen. Natürlich hat man schon vorher eine Ahnung, aber sie hat sich eben genauso bewahrheitet und dann die letzten Seiten haben es mir nochmal richtig verdorben, weil die Charaktere Entscheidungen treffen, die ich nicht verstehe und auch nicht mag.

Willa ist ein junges Mädchen und Layla eine junge Frau. Beide kapseln sich im Buch mehr oder weniger von ihren Vätern ab und aus dem flügge werden hätte man viel mehr machen können. Gerade bei Willa war da so viel Potenzial als sich der geliebte Vater als Schuft entpuppt. Aber auch Jottie hat die Möglichkeit die Vergangeheit hinter sich zu lassen und sich der Zukunft zu widmen. Schade, dass sie sich letztlich so entschieden hat.

Der Schreibstil ist leicht und einfach. Kurze Sätze, wörtliche Rede. Allerdings schweift die Autorin ab und an ab und man erhält allerhand unnötige Informationen. 

Fazit: Starker Anfang, ein schwacher Mittelteil und ein Ende, welches einen nicht so richtig umhaut. 

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