[Rezension] Noah will nach Hause (Sharon Guskin) ****

Noah will nach Hause

Originaltitel: The Forgetting Time
Autor: Sharon Guskin

Verlag: Allegria
Erscheinungsdatum: September 2016
Gebundene Ausgabe mit 432 Seiten

ISBN: 9783793423065
Preis: 18,00 €
Empfehlung: ab 16 Jahren

Teil einer Reihe: Nein

Kurzbeschreibung: Die alleinerziehende Janie ist ratlos. Ihr vierjähriger Sohn Noah hat Albträume und erzählt von grausigen Dingen. Immer wieder jammert er, dass er zu seiner Mama will. Aber ist er das nicht? Nachdem die verzweifelte Mutter verschiedene Ärzte konsultiert hat, stößt sie beim Stöbern im Internet auf die Seite von Jerome Anderson, einem Psychologieprofessor, der das Phänomen der Wiedergeburt erforscht. In ihrer Not nimmt sie Kontakt zu ihm auf. Kann er Noah helfen? Und so machen sie sich mit nur wenigen Anhaltspunkten detektivisch auf die Suche nach dem Ort, dem Haus, der Familie, der Mutter, nach der Noah sich so sehr sehnt – und werden fündig.

Meinung: Das war ein Titel, der mich schon in den Vorschauen ansprach. Bin ich froh, dass ich das Buch lesen konnte.

Noah wird von einem Arzt als schizophren eingestuft, aber ist er das wirklich ? Seine Albträume und seine Abneigung gegen Wasser werden immer schimmer und er ruft nach seiner Mutter und möchte nach Hause. Seine Mommy-Mom Janie weiß nicht weiter, entdeckt aber durch Zufall den  Psychologieprofessor Anderson, der sich Noahs Fall genauer anschaut. Ist es möglich, dass Noah wiedergeboren wurde ? Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Antworten.

Ich war direkt gefangen von der Geschichte. Man wird in den Alltag von Janie hineingeworfen und bekommt direkt alle Probleme mit, die sich mit Noah ergeben. Das kann einen ganz schön unter Druck setzen und so bechließt sie, Dr. Anderson zu Rate zu ziehen. Rasant geht es weiter, es entsteht kein Stillstand im Plot. Hätte ich die Zeit, hätte ich es direkt in einem Rutsch gelesen, aber auch so war ein Pageturner.

Auch die Thematik selbst ist wahnsinnig interessant. Leben wir nur ein Mal, zwei Mal oder sogar mehrere Male ? Wer ist diese Familie, an die sich Noah erinnert ? Kann man ihm helfen ? Verschwinden die Erinnerungen. Es gibt so viele Fragen und auch ein paar Antworten. Jedenfalls ist das Thema auch sehr interessant für Menschen, die sich eigentlich nicht mit diesen Themen auseinandersetzen. Mich hats überzeugt.

Man fühlt von Anfang an mit Janie, Noah und auch Jeff mit. Alle haben ihre großen und kleinen Probleme und eben diese Fehlerchen machen sie authentisch und auch symphatisch. Später kommen noch andere Figuren dazu, aber auch hier konnte man sich gut in die Charaktere versetzen und ihre Gedanken und Gefühle verstehen.

Das Buch ist aus den Sichten der verschiedensten Charakteren geschrieben, jedoch nicht aus der Ich - sondern aus der Erzählerperspektive. So bekommt man einen guten Einblick auf alle Lebenslagen.

Fazit: Eine berührende Geschichte über Trauer, Wiedergeburt und das Leben. 
Cover und Kurzbeschreibung via Allegria

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