[Rezension] Seelenhauch (Annie J. Dean) ***

Seelenhauch

Autor: Annie J. Dean

Verlag: Dark Diamonds
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
eBook mit 439 Seiten

ISBN: 978-3-646-30010-9
Preis: 4,99€
Empfehlung: ab 14 Jahren

Teil einer Reihe: Nein

Kurzbeschreibung: Die 20-jährige Helen glaubt nicht an Geister. Als fertig ausgebildete Krankenschwester hat sie bereits einige Menschen sterben sehen, aber nie wurde sie von einer rastlosen Seele heimgesucht. Das ändert sich schlagartig, als sie sich nach einer scheinbar harmlosen Partie Gläserrücken plötzlich nicht mehr allein fühlt und von einem sterbenden Patienten um einen letzten Gefallen gebeten wird: Sie soll das Zuhause eines gewissen Kilian aufsuchen. Ihre Recherche führt sie in ein steinreiches Villenviertel und direkt in die Arme des attraktiven Jungdesigners Elias. Zusammen versuchen sie der Geschichte des verstorbenen Erben auf die Spur zu kommen – und werden dabei direkt in die Vergangenheit katapultiert…

Meinung: Mein erstes Buch aus dem neuesten Dark Diamonds Programm aus dem Hause Carlsen. Ich war sehr gespannt.

Obwohl Helen keine Lust darauf hat, lässt sie sich mit ihren Mitbewohnerinnen auf eine Partie Gläserrücken ein und prompt werden sie von einem Geist heimgesucht. Besonders Helen hat darunter zu leiden, denn er verfolgt sie sogar bis zur Arbeit und möchte ihre Hilfe. Bei ihren Recherchen stößt sie auf die Familie von Elias und findet in ihm eine große Hilfe, da er den Geheimnissen in seiner Familie auf die Spur kommen möchte.

Der Einstieg gelang und ich wollte dann das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen, aber wenn ich doch eine Pause einlegen musste, wurde der Einstieg wieder schwieriger. Vielleicht habe ich mir immer die falschen Stellen zum Weglegen gesucht, aufgefallen ist mir dies aber an mehreren Stellen.

Dennoch konnte mich die Handlung fesseln. Helen hat die schwere Aufgabe herauszufinden, was der Geist von ihr will. Kilian erscheint ihr nicht nur, er zieht sie auch seine Welt und lässt sie die Geschehnisse hautnah miterleben. Dennoch war ich zum Ende hin stark genervt, weil sich die Story so gezogen hat. Da taucht mal hier noch was auf und da noch was und eigentlich ist die ganze Ermittlungsarbeit von Helen und Elias doch nur Tarnung, damit das Buch Inhalt hat, denn die Auflösung kommt von ganz alleine.

Das Ende konnte ich schon bei der Hälfte vorhersehen. Eine Sache war dann doch ganz schön extrem, damit habe ich nicht gerechnet, aber eben auch nur damit und der Rest war klar für mich.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Helen und Elias und weil beide aus der Ich-Perspektive erzählen, bin ich mitten im Kapitel manchmal ein wenig durcheinander gekommen. Besonders während der Dialoge war ich mit teilweise unsicher, wer nun was gesagt hat. Prinzipiell war der Perspektivwechsel aber nicht schlecht, so konnte man beide Protagonisten besser kennenlernen und auch die Geschehnisse gut verfolgen.

Die Charaktere selbst blieben mir ein wenig blass. Beide tragen ihre Geheimnisse und Schuldgefühle mit sich rum und haben beendete Beziehungen, die sie noch nicht ganz verarbeitet haben.Mich störte, das Helen ihren Elias so in Schutz nahm. Egal wie scheiße er sich seiner Ex gegenüber benahm, sie sagt er hatte eine schwere Zeit und schwupps ist die Sache erledigt. Das Elias und ihr Ex sich beide auf Partys besoffen und zugedröhnt haben, ist gar kein Vergleich, weil Elias schließlich eine schwere Zeit hatte und ihr Ex einfach nur lustig sein wollte. Aber ob er nicht auch gerade eine schwere Zeit durchmachte ist unklar. Und ein guter Grund oder gar eine Ausrede ist eine schwere Zeit auch nicht. Da muss ich nicht meinen Partner so beleidigen, dass diese sich umbringen will. Und das winkt sie einfach so ab. Nun ja.

Sauer aufgestoßen ist mir eine Szene direkt am Anfang in der Helen ihre gertenschlanke Mitbewohnerin beobachtet und sich dann in Gedanken über ihre eigenen Röllchen beschwert. Und das wird dann einfach so stehen gelassen. Wie wärs noch mit einem > ein bisschen Speck auf den Hüften hat noch keinem geschadet und solange ich mich wohl fühle ist alle gut< ? Nein, nichts. Das ist natürlich ein super Vorbild für die Zielgruppe.

Fazit: Durchschnittlich gutes Debüt mit einigen Schwächen.
Cover und Kurzbeschreibung via Dark Diamonds

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