[Rezension] dark canopy (Jennifer Benkau) **`

dark canopy
Autor: Jennifer Benkau

Verlag: script5
Erscheinungsdatum: 2013
eBook mit 528 Seiten

ISBN: 978-3-7320-0136-1
Preis: 9,99€
Empfehlung: ab 14 Jahren

#1 dark canopy
#2 dark destiny

Kurzbeschreibung: Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr …

Meinung: Es dauerte ein wenig bis man den Durchblick in der Geschichte hat, danach liest sich das Buch aber schnell weg.

Der Schreibstil Benkaus ist ein wenig ausschweifend, sie schildert genauestens die Situationen und das war mir manchmal zu viel. Das Worldbuilding war mir persönlich zu wenig ausgeprägt. Man erfährt nur das Nötigste von der Welt, keine Hintergründe werden erklärt.

Zudem entwickelte sich die Geschichte in eine Richtung, die mir nicht gefiel. Anfangs, nach Joys Gefangennahme, wird sie auf den Chivvy vorbereitet und man hofft eine Art Tribute von Panem, stattdessen werden Alltagsgeschehen aus Joys und Neels erzählt, extrem schleppend wird eine Rebellion gestartet und ab der Mitte ist es meist nur noch ein Geplänkel zwischen Joy und Neel, Ausflügen, immer mal wieder kleinere Spannungsmomente. Jedoch wurde die Spannung stark durch die langwierigen Erzählungen genommen.

Das Chivvy wurde zum Schluss auf gefühlten 5 Seiten abgehandelt, was sehr schade war. Ich hatte mich auf ein längeres Spektakel gefreut und wurde dementsprechend enttäuscht. Ab und an gibt es auch kurze Kapitel aus Matthials Sicht, die deutlich kürzer hätten sein können. Es spielt zum Schluss eine relativ wichtige Rolle, jedoch kamen für mich oft unnötige Informationen vor. Vielleicht ergeben einige Infos im Abschlussband der Dilogie noch mehr Sinn.

Positiv fand ich, dass Sex einen kleinen Anteil hat. Anfangs mit merkwürdiger Moral, später dann mit Liebe verbunden.

Joy ist natürlich wieder die Überfliegerin, weiß gar nicht wie toll sie ist, aber alle anderen Soldaten fürchten sich vor ihr, ebenso wie Cloud direkt weiß, dass sie mehr kann. Dann könnte ich noch tagelang die Augen verdrehen über die Sache mit Amber. Joy will die Retterin spielen, Neel fühlt sich verarscht und Amber spielt überhaupt keine zentrale Rolle. Ganz ehrlich, sie ist unnötig für den Verlauf der späteren Handlung. Sie ist nur da, damit Joy beim Leser für ihre Sorgen um sie Symphatiepunkte einheimsen kann.

Fazit: Das Augenmerk der Handlung lag auf den falschen Punkten.
Cover und Kurzbeschreibung via script5

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